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Silvester: Polizei zieht zufriedene Silvesterbilanz

Silvester : Polizei zieht zufriedene Silvesterbilanz

Die Polizei Köln erhielt in der Silvesternacht wieder Unterstützung durch Beamte mehrerer Hundertschaften der Bereitschaftspolizei aus Nordrhein-Westfalen. Unter der Leitung von Polizeidirektor Michael Tiemann waren rund 400 Einsatzkräfte im Einsatz, um für einen sicheren Jahreswechsel in Köln und Leverkusen zu sorgen.

Die auch auf die Pandemie zurückzuführenden niedrigen Einsatzzahlen zeigen, dass sich bis auf wenige Ausnahmen der Großteil der Bürger an die Appelle von Polizei und Stadt gehalten haben. „Ich möchte mich bei den Menschen in unserer Region für ihr Verantwortungsbewusstsein während dieses besonderen Jahreswechsels bedanken. Wo wir auf kleine Gruppen getroffen sind, haben wir die Personen sofort angesprochen und Platzverweise erteilt“, sagt Polizeipräsident Uwe Jacob.

Insgesamt sprachen Polizisten in Köln und Leverkusen bis zum Neujahrsmorgen 74 Platzverweise aus und nahmen 8 Personen in Gewahrsam. Zwischen Silvester, 18 Uhr, und Neujahr, 9 Uhr, hat die Polizei in Köln und Leverkusen 34 Strafanzeigen (Vorjahr: 152) und 75 Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung aufgenommen. In 14 Fällen laufen die Ermittlungen wegen Körperverletzungsdelikten (Vorjahr: 56). 

Für einen 19-jährigen Kölner endete der Silvesterabend im Krankenhaus. Er flüchtete auf einem Mietroller vor einer Polizeikontrolle, stürzte und verletzte sich dabei schwer. Der Rollerfahrer und sein Beifahrer fielen gegen 22 Uhr einer Streifenwagenbesatzung in Köln-Niehl auf, da der 19-Jährige keinen Helm trug. Anhaltezeichen missachtete er und setzte seine Fahrt fort. Der Beifahrer sprang unterwegs ab und flüchtete weiter zu Fuß, während der Rollerfahrer von der Fahrbahn abkam und von dem Fahrzeug fiel. Rettungskräfte brachten den Mann schließlich mit einer Beinverletzung in ein nahe gelegenes Krankenhaus.

Im weiteren Verlauf der Nacht lösten Polizisten eine illegale Party in Köln-Buchforst auf. Dabei leisteten zwei Männer (22, 23) Widerstand. Wegen einer gemeldeten Ruhestörung klingelten die Einsatzkräfte gegen 1.30 Uhr bei den mutmaßlichen Verursachern. Kurz zuvor hatten sie laute Musik und diverse Männer- und Frauenstimmen aus der Wohnung wahrgenommen. Nach Öffnen der Haustür versuchten die Männer, den Polizisten den Zutritt zu verwehren, widersetzten sich und drängten die Beamten ins Treppenhaus ab. Mit Unterstützung überwältigten die Polizisten die aggressiven Männer, verschafften sich Zutritt zur Wohnung und trafen auf insgesamt neun Personen aus unterschiedlichen Haushalten. Die Wohnungsinhaberin war nicht in der Wohnung, so dass alle Anwesenden einen Platzverweis erhielten.