Neue Ideen bescheren dem Handel klingelnde Kassen

Neue Ideen bescheren dem Handel klingelnde Kassen

Die erstmalige Sperrung der Hauptstraße ist eine gelungene Ergänzung des verkaufsoffenen Sonntags vor dem Fest.

Burscheid.Dritter Adventssonntag — und damit um der kombinierten Festtage willen die letzte Gelegenheit, Burscheids Innenstadt in den traditionellen Weihnachtsmarkt zu verwandeln. Um das Angebot in den Einzelhandelsläden so attraktiv wie möglich zu präsentieren, gab es auch über das normale Branchensortiment hinaus etwas zu sehen und zu schmecken.

Vor der Foto-Factory gab es daher statt Filmware leckere heiße Würstchen. So blieb auch genügend Zeit für einen Blick in den geöffneten Geschäftsraum. An den Aktionen beteiligen sich die Inhaber Ute und Peter Korytowski seit drei Jahren und haben bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht. Wie sieht die Inhaberin die Idee des Shuttle-Busses zwischen vier verschiedenen Adventsmärkten? „Ich finde es richtig, solche Gelegenheiten zur Zusammenarbeit zu nutzen. Da die Besucher am Ende wieder zu uns zurück gefahren werden, gibt es nicht das geringste Konkurrenzgefühl.“

Auch vor dem Geschäft von Optik Breidbach wurde durch ein flackerndes offenes Feuer vor der Eingangstür auf das Angebot aufmerksam gemacht. So fanden sich an diesem Sonntag altbekannte wie neue Kunden hier ein.

Die erstmalige Sperrung der Hauptstraße für den motorisierten Verkehr wirkte sich günstig auf das Treiben aus. Einerseits gab es in diesem Jahr mehr Verkaufsstände, und die relaxte Situation kam auch den zusätzlichen Ständen im vorderen Teil der Lindenpassage zugute. Dort hatten sich sogar einige Anbieter mit nicht alltäglichen Auslagen eingefunden. Gerne probierten die Vorübergehenden einen Becher Chai-Latte (Milch mit exotischen Gewürzen) oder bestaunten die Kunstartikel aus der Werkstatt von Petra Kroll, Irlerhof. Was sie aus uralten Langspielplatten zaubert, verquickt mit Flaschendeckeln, Dosenverschlüssen und ähnlichen „Wegwerfdingen“, ist sehenswert. Schneemännchen aus Marshmallow-Stücken gehören fast schon zum Standard. Daneben wurde die Auswahl an selbsthergestellter Kinderbekleidung und die ausgestellten Keramikfiguren vom Ehepaar Andreas und Heike Prior ebenso oft in Augenschein genommen wie die niedlichen Babyartikel von Ilka Rudolph. Die selbsterdachten Labels erzeugten manches Schmunzeln über die gezeigte Fantasie. „Priors Art-Corner“, „Hexenwerk“ oder „Grüner Kiwi“ machten Lust, alles Ausgelegte anzuschauen.

Bilanz für den Handel: Volle Geschäfte und klingelnde Kassen. urs

Mehr von Westdeutsche Zeitung