Kinder: Neue alte Kleidung für die Kleinen

Kinder : Neue alte Kleidung für die Kleinen

Am Samstag gab es im Gemeindezentrum der evangelischen Kirche in Hilgen die 52. Auflage des Kinderbasars. Der Andrang bei den Anbietern und bei den Käufern war riesengroß.

Die Kindersachen türmten sich kiloweise am Wochenende auf den Wandregalen, auf Tischen, an Kleiderständern und in Kisten. Nicht nur im Gottesdienstsaal und den Aufenthaltsräumen im Erdgeschoss – nein auch in der oberen Etage des Gemeindezentrums, wo es hauptsächlich so aussah wie in einem übervoll sortierten Schuh-Supermarkt.

Zum Glück gab es bei diesem 52. Kinder-Basar der evangelischen Kirche Dünweg diesmal fünf Kassen und insgesamt 65 Helfer, die den großen Andrang bewältigen konnten.. So war Riesenangebot penibel sortiert in Kleidergrößen und Jungs- oder Mädchen-“Klamotten“.

Viele nette Begegnungen
gibt es am Rande

So viele friedlich schlafende Mini-Babys in den Tragetüchern ihrer Mamas auf einen Fleck hat Burscheid wohl nur an diesem besonderen Samstag gesehen. Klein Henri (gerade mal acht Wochen alt) interessierte sich überhaupt nicht dafür, was seine Mutter Dina Panier Schönes für ihn aus dem hohen Berg Stramplern gefischt hatte.

Die drei älteren Töchter werden sich aber über die Auswahl ihrer Mutter freuen, wenn sie ihre Schätze zu ihrem Zuhause in der Kreisstadt Bergisch-Gladbach mitbringt. Gibt es dort keinen solchen Mega-Basar wie in Hilgen? „Ich denke doch. Aber meine Freundin hat mich eingeladen – und gemeinsam macht eben so ein großes Shopping-Ereignis doch gleich doppelt Spaß.“

Ein paar nette Begegnungen am Rande gab es natürlich auch zu entdecken. Stefanie Janke entdeckte plötzlich den Kinderwagen wieder, den sie 2017 an eine junge Familie mit neugeborenem Baby verkaufte. Nun lief der ehemalige Säugling neben dem Wagen her und zeigte auf sein neues Geschwisterchen, das jetzt die Fahrt in den Kissen genießt.

Schlangen beim Einlass
vor dem Gemeindehaus

Schon eine Stunde vor Öffnung bildeten sich Kundenschlangen vor dem Gemeindehaus. Von 14 bis 16 Uhr warteten Mütter, Väter, Omas und Tanten geduldig vor den Kassentischen.

Sie waren froh, dass die Kassiererinnen diesmal keine langen Zahlenkolonnen eintippen mussten. Sie hatten Scanner zur Verfügung und fuhren damit die Etiketten entlang, mit denen jeder, auch der kleinste Artikel ausgezeichnet war. Es hatte sich trotz aufwändiger Vorarbeit gelohnt, den Verkäufern jeweils vor gefertige Strich-Codes auszuhändigen, mit denen sie ihre Angebote markieren konnten.

129 Anbieter hatten sich mit je drei Listenblättern versorgt mit insgesamt 126 möglichen zum Verkauf bereit gestellten Dingen. Diese Anzahl ergab also insgesamt eine Artikelauswahl von mehreren Tausend.

Auch Spielzeug wurde auf dem Basar in Hilgen angeboten

Dass nicht nur Kleidungsstücke zu erwerben waren, kam der großen Kinderschar entgegen. Legoteile, Playmobil, Gesellschaftsspiele, Roller, Bobbycars und so weiter wechselten ihre Besitzer sehr schnell.

Kommen nur Burscheider? Anja Wollschläger kann da einziges erzählen: „Sogar aus Pulheim freuen sich einige immer wieder auf unsere Basartermine. Und aus der Gegend am Möhnesee waren auch schon Kunden mehrfach hier.“ Irmgard Wendt, 1992 die Initiatorin des Kinderbazars, nahm an der Info-Theke regen Anteil am großen Gewusel.

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