Naina Klein wird eine Elfe

18-Jährige Nationalspielerin der Junioren wechselt vom Tus Lintfort nach Leverkusen.

Leverkusen. Die Elfen vermelden den ersten Zugang für die kommende Saison. Vom Drittligisten und potenziellen Zweitligaaufsteiger Tus Lintfort wechselt das 18-jährige Talent und Juniorennationalspielerin Naina Klein zu den Werkselfen. „Ich freue mich sehr darüber, dass sie sich für den Schritt in Richtung Bundesliga und damit für uns entschieden hat. Sie hat enorm viel Potenzial, ist ausgesprochen ehrgeizig und wird sicherlich ihren Weg gehen. Wir werden sie als Perspektivspielerin aufbauen und ihre technischen Möglichkeiten verfeinern”, sagt Trainerin Renate Wolf.

Die 1,80 Meter große Naina Klein, die auf Rückraum links agiert und die Tochter von Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein ist, hat im bisherigen Saisonverlauf der Dritten Liga West in 13 Partien 88 Tore erzielt und liegt somit in der Rangliste der besten Schützinnen ganz vorne. Naina Klein wird mit Zweitspielrecht für den Tus Lintfort — vermutlich in der Zweiten Bundesliga — als auch für Bayer 04 spielen. „Sie trainiert jetzt schon seit rund einem Jahr recht regelmäßig bei uns mit und kennt somit das Bundesliganiveau. An ihr werden wir viel Freude haben”, meint Wolf. „Sie hat nun die Chance, sich an die Erste Liga heranzuarbeiten. Und trotzdem bleibt sie uns erhalten. Ich denke, das ist für alle Beteiligten eine optimale Lösung”, sagt Lintforts Vorsitzender Ulrich Klein.

Im normalen Spielbetrieb hat sich für die Elfen für heute Abend um 19.30 Uhr in der Ostermann-Arena mit dem Thüringer HC der Spitzenreiter der Bundesliga angesagt. Wegen der Champions-League-Teilnahme musste die Partie vom Wochenende auf heute verlegt werden. Und in die Hauptrunde der Champions League startete die Mannschaft von Herbert Müller mit einem 28:26-Erfolg über Bietigheim. Auch in der Bundesliga präsentierte sich der THC erstklassig, mit 20:2 Punkten belegt der Vizemeister derzeit den ersten Tabellenplatz.

Der Kader des Tabellenführers ist bespickt mit hochkarätigen Spielerinnen — wie zum Beispiel den deutschen Nationalspielerinnen Dinah Eckerle, Saskia Lang, Kerstin Wohlbold oder Meike Schmelzer. Zudem steht auch die erfolgreichste Torschützin der Handball-Bundesliga Frauen in den Reihen des THC: Iveta Luzumova erzielte bislang 102 Treffer. „Alles andere als eine einfache Aufgabe“, weiß Renate Wolf vor dem Duell gegen den Tabellenführer. „Aber wir haben nichts zu verlieren, wollen dem Thüringer HC Paroli bieten und sehen, was für uns möglich ist.“

Die Elfen werden gegen den THC wieder auf Katja Kramarczyk zurückgreifen können. Ansonsten stehen der Cheftrainerin wohl die Feldspielerinnen zur Verfügung, die vom Gastspiel bei der HSG Blomberg-Lippe mit einem Punktgewinn zurückkehrten.

Mehr von Westdeutsche Zeitung