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Mit traditionellen Speisen auf gute Nachbarschaft

Mit traditionellen Speisen auf gute Nachbarschaft

Zum Kennenlernfest der Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Luisental kamen viele Gäste aus den umliegenden Häusern.

Burscheid. Die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft im Luisental haben gestern gemeinsam mit ihren Nachbarn in der Unterkunft das erste Nachbarschaftsfest gefeiert. Dafür haben die rund 40 Flüchtlinge, die aus sieben verschiedenen Nationen kommen, Speisen aus ihrer Heimat gekocht und gebacken. Vom herzhaften Gemüsegericht aus dem Irak bis zum süßen Gebäck aus Afghanistan wurde den Besuchern einiges geboten.

Im Vorfeld hatten die Bewohner der Unterkunft Flyer in der Nachbarschaft verteilt und zum gemeinsamen Fest eingeladen. Dieses Angebot wurde von vielen Anwohnern sehr positiv aufgenommen. Bereits kurz nach Beginn der Veranstaltung war der Aufenthaltsraum mit derart vielen Leuten gefüllt, dass einige schon keinen Platz mehr fanden.

Herma Wendler wohnt im Luisental und freute sich über die Gelegenheit, ihre neuen Nachbarn kennenzulernen. „Viel Kontakt hatten wir bislang noch nicht zueinander, aber im Sommer wird man sich bestimmt auch mal öfters draußen treffen“, sagte sie. Auch die Flüchtlinge waren froh, neue Kontakte zu knüpfen. Shamal Piran kommt aus dem Iran und lebt mit seiner Familie bereits seit zwei Jahren in Deutschland.Vor zwei Monaten zogen sie in die neu errichtete Unterkunft im Luisental. Er hat für den Nachmittag ein heimisches Gericht, bestehend aus Reis, Gemüse und Fleisch, zubereitet. „Das Nachbarschaftsfest ist eine gute Idee. Wir Bewohner sind schon eine gute Gemeinschaft, aber die Anwohner hier im Tal kannte ich bis heute noch gar nicht. Ich freue mich aber, sie alle kennenzulernen“, sagte er.

Nargis Safi hat dagegen schon viele Kontakte in Burscheid geknüpft. Die 30-Jährige aus Afghanistan lebt seit anderthalb Jahren in der Stadt und hat im vergangenen Jahr als Bundesfreiwilligendienstleistende in der Flüchtlingshilfe mitgearbeitet. Auch bei dem Nachbarschaftsfest hat sie wieder mitgeholfen. Jetzt saß sie mit einigen Anwohnern bei Kaffee und Gebäck zusammen, die sie teilweise auch schon aus dem Tri-Café kennt.

Die Veranstaltungen dort besuche sie gerne. Sie sei froh, hier so gut aufgenommen worden zu sein: „Hier sind alle Leute so nett und behandeln uns ganz ohne Vorurteile. In Burscheid fühle ich mich sehr wohl.“