Mann stirbt bei Feuer in einer Dachgeschosswohnung

Mann stirbt bei Feuer in einer Dachgeschosswohnung

Ob es sich um den Inhaber handelt, ist noch nicht zweifelsfrei geklärt.

Burscheid. Alles geht so schnell, doch für eine Person kommt jede Hilfe zu spät: Als der erste Angriffstrupp der Feuerwehr am Dienstag kurz vor 13 Uhr in die massiv verqualmte und stark erhitzte Dachgeschosswohnung in der Pastor-Löh-Straße vordringt, stößt er dort auf einen leblosen Mann, der noch im Sofa sitzt. Ein notärztlicher Wiederbelebungsversuch bleibt ohne Erfolg. Erstmals seit vielen Jahren muss die Feuerwehr bei einem ihrer Brandeinsätze wieder einen Toten verzeichnen.

Foto: Doro Siewert

Selbst die Einsatzkräfte, die als Erste die Wohnung betreten, nehmen nach Aussage von Wehrleiter Achim Lütz keine offenen Flammen wahr. Zusammen mit der großen Hitze spricht daher einiges für einen schon länger andauernden Schwelbrand. Aber einen eindeutigen Brandherd machen auf den ersten Blick weder die Feuerwehrleute noch später die Brandermittler der Kripo aus. Die Ursache für das tödliche Feuer bleibt daher zunächst unklar.

Auch die Identität des toten Mannes kann ohne zusätzliche Untersuchungen nicht zweifelsfrei geklärt werden. Zwar gilt als gesichert, dass in der Wohnung nur ein 56-jähriger Mann gemeldet ist, der nach Aussage von Nachbarn auch der Hausbesitzer sein soll. Aber ob es sich bei ihm auch wirklich um die entdeckte Leiche handelt, kann die Polizei bis zum Abend noch nicht bestätigen.

Zwar ist der Einsatz der Feuerwehr zur Brandbekämpfung schnell beendet, aber dennoch bleibt ein Teil der Mannschaft noch mehrere Stunden vor Ort. Die Drehleiter war schon kurz nach dem Eintreffen am Brandort zum Ausleuchten von außen gefordert gewesen, nachdem der Angriffstrupp von innen das erste Wohnungsfenster mit einem Wasserstrahl zerstört und das zweite eingeschlagen hatte und der große Ventilator den schwarzen Rauch aus den Fenstern trieb. Und das Ausleuchten in der völlig verkohlten Wohnung ist auch später notwendig, als sich die Brandermittler auf die mühsame Suche nach der Ursache für den tödlichen Schwelbrand machen.

Am Nachmittag trifft auch der Bestatter ein, der die Leiche aus der Wohnung entfernt. Die Drehleiter rückt schließlich gegen 16.30 Uhr wieder ein, nachdem die Brandermittler für diesen Tag ihre Arbeit beendet haben. Erst dann ist auch die enge Pastor-Löh-Straße wieder befahrbar.

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