Wie geht es mit den Pirates weiter?

Wie geht es mit den Pirates weiter?

Nach der Demission des Urgesteins wird auf „Besucher“ in Leichlingen geachtet. Turnier an Spannung nicht zu überbieten.

Leichlingen. An Spannung war der insgesamt 16. Pirates-Cup beim Leichlinger TV nicht zu überbieten. Das erste Turnier nach der überraschenden Trennung von Trainer und Manager Frank Lorenzet unter der Woche entschied der amtierende niederländische Meister und Pokalsieger Limburg Lions erst im Siebenmeterwerfen mit 23:22 (20:20) gegen den Gastgeber.

Aber nicht nur die „Pirates“ konnten auf zufriedenstellende Auftritte zurückblicken, auch die Handballer der Bergischen Panther erreichten mit dem Einzug in die Vorschlussrunde das Minimalziel. Im kleinen Finale unterlagen die Panther dem benachbarten Nordrheinligisten TuS 82 Opladen mit 18:19.

„Ich bin super zufrieden mit den Leistungen bei diesem Turnier. Im Halbfinale gegen die Limburg Lions hätten wir sogar mit ein wenig Glück gewinnen können. Von daher war die Veranstaltung für uns gelungen, wir haben gerade im Abwehrbereich einen großen Schritt nach vorne gemacht“, betonte Mutz, der gegen Opladen überwiegend die Spieler aus der zweiten Reihe auflaufen ließ.

Vielmehr wurde in der Handball-Szene aber an diesem Wochenende die Demission von Urgestein Lorenzet diskutiert und wie es nun in Leichlingen weitergehen soll. Heino Kirchhoff, der früher unter anderem die SG Solingen in der zweiten Bundesliga trainierte, wurde bereits in der Blütenstadt für Gespräche gesichtet. Angeblich soll der pensionierte Lehrer Aufgaben im Management übernehmen.

Das Eröffnungsspiel am Freitagabend zwischen den Pirates und dem Nachbarn HSG Bergische Panther sollte gleich ein ganz spannendes Duell werden. In Halbzeit eins übernahmen die Gäste schnell die Initiative und erspielten sich einen guten Vorsprung. Beim 9:13 aus LTV-Sicht wurden die Seiten getauscht und die Panther überzeugten vor allem mit ihrem neuformierten Innenblock.

Erstmals verteidigten Max Weiß und Bastien Arnaud Seite an Seite. „Und wir hätten sogar noch deutlicher führen müssen“, meinte Panther-Coach Marcel Mutz. So kam es aber, dass die Leichlinger mit einem überragenden Valdas Novickis (8 Tore) immer mehr aufholten. In einer packenden Schlussphase gelang den Panther noch einmal der 21:21-Ausgleich, doch kurz vor dem Ende verwandelte David Kreckler noch einen Strafwurf zum knappen 22:21-Erfolg. Für die Hilgener traf Neuzugang Jens-Peter Reinarz (7/3) am besten.

Die weiteren Vorrundenpartien verliefen für die beiden Teams absolut nach Plan. Die Pirates setzten sich deutlich mit 27:20 gegen Korschenbroich und mit 21:17 gegen Bonn durch. Die Mutz-Truppe feierte einen 25:14-Erfolg gegen Bonn und ein 20:14 gegen den TVK. „Von daher hatten wir sehr schnell unser Minimalziel mit dem Einzug ins Halbfinale geschafft“, freute sich Mutz auch über den freien Samstag-Nachmittag, denn ganz kurzfristig hatte der Drittligist VfL Gummersbach II abgesagt und somit wurde der Zeitplan extrem über den Haufen geworfen.

Ergebnisse: Gruppe 1: Leichlinger TV - HSG Bergische Panther 22:21; TSV Bonn rrh. - HSG Bergische Panther 14:25; Leichlinger TV - TV Korschenbroich 27:20; TSV Bonn rrh. - Leichlinger TV 17:21; TV Korschenbroich - HSG Bergische Panther 14:20; TSV Bonn rrh. - TV Korschenbroich xx:xx.

Gruppe 2: Limburg Lions - VfL Gladbeck 26:13; Limburg Lions - TuS 82 Opladen 26:18; TuS 82 Opladen - VfL Gladbeck 24:21

Halbfinale: Leichlinger TV - TuS 82 Opladen 20:19; Limburg Lions - HSG Bergische Panther 19:17.

Spiel um Platz fünf: TSV Bonn rrh. - TV Korschenbroich 24:21.

Spiel um Platz drei: HSG Bergische Panther - TuS 82 Opladen 17:18.

Finale: Leichlinger TV - Limburg Lions 22:23 nach Siebenmeterwerfen.

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