Leichlinger TV rutscht in der Tabelle ab

Leichlinger TV rutscht in der Tabelle ab

Die Niederlage gegen Krefeld fällt zu hoch aus. Trainer zeigt sich enttäuscht.

Leichlingen. „Ich bin schon sehr enttäuscht, denn es war deutlich mehr für uns drin“, kommentierte Trainer Frank Lorenzet die 25:30 (15:14)-Niederlage seiner Drittligahandballer gegen die HSG Krefeld, die gegen am Ende abbauende Leichlinger zwar verdient, aber zu hoch ausgefallen war.

Die nur rund 350 Zuschauer, die am Samstagabend in Leichlingen das Spitzenspiel verfolgen wollten, sahen nach ausgeglichener Anfangsphase einen dominierenden Gastgeber. Der LTV setzte sich von 6:6 (11.) über 9:7 (15.) auf 13:9 (24.) ab. Torhüter Mathias Stecken war ein sicherer Rückhalt und im Angriff setzten Valdas Novickis und David Hansen die Akzente.

Bis zur Pause war der Vorsprung allerdings wieder zusammen geschmolzen und direkt nach dem Seitenwechsel übernahm der Gast mit 16:15 die Führung. Mitverantwortlich dafür war auch ein ehemaliger Leichlinger. Jens Peter Reinarz brachte es am Ende gegen seinen Ex-Club auf acht Treffer. Den Leichlingern gelang es nicht mehr, an die phasenweise gute Leistung aus dem ersten Spielabschnitt anzuknüpfen. Stecken bekam nun kaum noch einen Ball zu fassen und in der Offensive häuften sich die technischen Fehler. Krefeld baute die Führung auf 20:17 (40.) aus.

Lorenzet gab die Schlacht aber noch nicht verloren und brachte nun immer wieder erfolgreich den siebten Feldspieler. Eine Wende gelang aber nicht, weil es in den entscheidenden Situationen meist gegen den Gastgeber lief. Vier Siebenmeter wurden vergeben, ein Wurf ins leere Tor verpasst und kniffelige Schiedsrichterentscheidungen fielen selten zugunsten des LTV aus. „Als gegen Tim Menzlaff ein in meinen Augen völlig unberechtigtes Stürmerfoul gepfiffen wurde und er für seine anschließende Bemerkung eine Zweiminutenstrafe kassierte, war die Partie gelaufen“, beschrieb eine Situation aus der 55. Minute beim Stand von 23:26. Während die Krefelder mit diesem Sieg ihre Position als Tabellenzweiter behaupteten, rutschte der LTV ins Mittelfeld ab.

LTV: Stecken, Mundhenk; Novickis (6), Hansen (5), Munkel (4) Hertlein (3), Kreckler (3/1), M. Schulz (2), L. Schulz (1), Feuchtmann Perez (1), Menzlaff, Rachow, Lange

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