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Linke tritt an — auch zur Bürgermeisterwahl

Linke tritt an — auch zur Bürgermeisterwahl

Alle 16 Wahlkreise sind offenbar besetzt. Bürgermeisterkandidat ist Robby Simon aus Leichlingen.

Burscheid. Die Linke hat es auf den letzten Drücker wohl noch geschafft: Gestern Abend lief die Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge ab, am Sonntag wurden die letzten drei Burscheider Wahlkreise ihrer offenen Liste besetzt. Und auch einen eigenen Bürgermeisterkandidaten will die Partei ins Rennen schicken: Robby Simon (52), Arbeiter bei Federal-Mogul, lebt seit 1996 in Leichlingen.

Damit würden sich vorbehaltlich der Zulässigkeit aller Wahlvorschläge bei der Kommunalwahl in Burscheid mit CDU, SPD, BfB, Grünen, FDP, Freien Wählern und Linken insgesamt sieben Parteien zur Wahl stellen. Am Donnerstag entscheidet der Wahlausschuss.

Da es dann mit Stefan Caplan (CDU), Michael Baggeler (BfB) und Robby Simon (Linke) auch drei Bürgermeisterkandidaten gäbe, wäre eine Stichwahl am 15. Juni nicht mehr ausgeschlossen, wenn am 25. Mai nicht einer der Kandidaten schon mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen kann.

Simon wurde nach eigener Aussage erst am Freitag angerufen und gefragt, ob er zur Verfügung stehe. Der gebürtige Augsburger verbrachte Kindheit und Jugend in Burscheid und absolvierte bei Federal-Mogul auch seine Ausbildung zum Werkzeugmacher. Später arbeitete er als Vertriebsleister für einen Industriedienstleister, wurde dann arbeitslos und lernte nach eigener Aussage so „die Abgründe des Arbeitsmarktes kennen“.

Zwischenzeitlich in der Gebäudereinigung tätig, heuerte er im Juli 2013 wieder bei Federal-Mogul an, zunächst als Leiharbeiter. „Diese Leiharbeiter-Erfahrung war für mich der Grund, im Oktober in die Linke einzutreten.“ Seit Februar ist er für ein halbes Jahr befristet direkt bei FM beschäftigt.

Inhaltlich hat der dreifache Familienvater, der auch einige Jahre als Kellner in der Paffenlöher Steffi tätig war, noch keine Vorstellungen von seinen kommunalpolitischen Schwerpunkten. „Ich bin ja mit der Kandidatur überrumpelt worden.“

Immerhin das: „Ich stehe für soziales Engagement.“ Das neue Jugendzentrum in der Innenstadt findet er eine sehr gute Lösung. Erste kommunalpolitische Erfahrung sammelte Simon in den Anfangszeiten der Burscheider UWG, zog sich dort dann aber wieder zurück.