Konjunkturpaket II: Finanzspritze für Schule und Sport

Konjunkturpaket II: Finanzspritze für Schule und Sport

Wer hat von den 1,45 Millionen Euro profitiert, wie ist die Stadt zurechtgekommen? Ein Überblick.

Burscheid. Es war als staatlicher Impuls gegen die Wirtschaftskrise gedacht. 1,45 Millionen Euro sind im Zuge des Konjunkturpakets II auch nach Burscheid geflossen. Davon sollten zwei Drittel in den Bildungsbereich und ein Drittel in sonstige Infrastruktur fließen. Im April 2009 befasste sich der Rat erstmals mit der Verteilung des Geldes.

Ende 2011 endete die Abrechnungsfrist für die geförderten Projekte. Holger Wilke, Leiter des Hochbauamts, ist hochzufrieden: „Vieles davon hätten wir sonst in der kurzen Zeit schon allein finanziell nicht geschafft.“

Durch die Befristung war der Druck auf die Verwaltung groß. Profitiert haben vier Schul- und zwei Sporteinrichtungen sowie die Burscheider Tafel. Größter Posten waren dabei die neuen Kunstrasenplätze in Burscheid und Hilgen: In den Umbau wurden zwischen Mai 2010 und April 2011 insgesamt 500 000 Euro investiert. Die jeweiligen Mehrkosten haben die Vereine BV Burscheid und TG Hilgen übernommen.

Zweitgrößter Profiteur des Pakets war die offene Ganztagsschule der Montanusschule. In Fenster und Fassadendämmung flossen 430 000 Euro. Der rheinischen Landeskirche wurden zudem 200 000 Euro für Wärmedämmung und Dachsanierung an den Pausenhallen der Realschule zur Verfügung gestellt. Burscheid finanziert dort den dritten Zug.

Weitere Nutznießer: die Schulberghalle (neue Oberlichter und energetische Sanierung der Lüftungsanlage für 180 000 Euro), die Hans-Hoersch-Halle (neue Fenster, Hallendecke und Beleuchtung für 140 000 Euro) sowie die Tafel (10 000 Euro für die Aufstellung der Container).

Profiteur ist aber auch die Stadt selbst, die auf diesem Weg ihre Energiekosten senken konnte. Und bei der Endabrechnung waren nach einigen Mittelverschiebungen zwischen den Maßnahmen von den 1,45 Millionen Euro noch rund 35 Euro übrig — „das nenne ich eine super Punktlandung bei so vielen Projekten“, freute sich Bürgermeister Stefan Caplan.

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