1. NRW
  2. Burscheid & Region

Kommunalwahl 2009: Vorspiel zur Kandidatenkür

Kommunalwahl 2009: Vorspiel zur Kandidatenkür

In den großen Parteien hat die Suche nach einem Nachfolger für Bürgermeister Hans Dieter Kahrl begonnen. CDU und SPD werden sich vermutlich auf keinen gemeinsamen Kandidaten einigen können.

<

p class="text"><strong>Burscheid. Es ist Halbzeit der Kommunalwahlperiode und eines ist sicher: Ab Herbst 2009 wird Burscheid einen neuen Bürgermeister haben, der dann erstmals für sechs Jahre gewählt ist. Auch wenn die gesetzliche Altersgrenze von 68 Jahren für Bürgermeister vermutlich in Kürze fallen wird, Hans Dieter Kahrl (CDU), der in einer Woche seinen 62. Geburtstag feiert, bleibt bei seiner Aussage, 2009 nicht erneut anzutreten: "Das gilt nach wie vor." Überlegungen, CDU und SPD könnten sich womöglich auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen, sind inzwischen zu den Akten gelegt. "Wir brauchen keinen anderen Kandidaten zu unterstützen", unterstreicht SPD-Parteichef Klaus Becker das Ziel seiner Partei, einen eigenen Mann oder eine eigene Frau ins Rennen zu schicken.

CDU: Wahl zwischen Politiker und Verwaltungsfachmann

CDU-intern deutet zurzeit viel darauf hin, dass es zur Wiederauflage einer Konstellation kommt, die schon vor der Wahl 2004 diskutiert und nur durch den erneuten Antritt von Hans Dieter Kahrl aufgeschoben wurde: Sowohl Parteivorsitzender Michael Baggeler als auch der Beigeordnete Stefan Caplan kommen als Kandidaten in Betracht - auch wenn beide zu der Frage derzeit keine Stellungnahme abgeben.

Die offizielle Nominierung kann frühestens 15 Monate vor dem Wahltermin erfolgen. Das wäre bei einer Kommunalwahl im September 2009 dann etwa Juni 2008. Realistisch wird die CDU ihre Mitgliederversammlung wohl eher im August oder September 2008 einberufen.

Becker selbst steht im November dieses Jahres wieder zur Wahl. Die Kandidatenkür für das Bürgermeisteramt ist dann nach den Sommerferien 2008 vorgesehen. Vermutlich werden in dem Zuge auch die Ratskandidaten aufgestellt. Dabei soll es laut Becker zu einer deutlichen Verjüngung kommen.

Die UWG, so Fraktionschef Gerd Pieper, neige im Moment nicht dazu, 2009 einen eigenen Kandidaten aufzustellen. "Ich würde es begrüßen, wenn Herr Caplan antreten würde. Aber das ist nur meine persönliche Meinung, nicht die der gesamten UWG."