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Zoo: Kölner Zoo Drei Erdmännchen-Jungtiere erkunden ihre Anlage

Zoo : Kölner Zoo Drei Erdmännchen-Jungtiere erkunden ihre Anlage

Eine Dreier-Combo, die quirlig und aktiv mit tierisch viel Esprit für gute Laune sorgt - das gibt es nicht nur im Kölner Karneval, sondern auch im Zoo. Drei Erdmännchen-Jungtiere sind seit kurzem auf der beliebten Anlage für die kleinen Raubtiere im Zoo-Eingangsbereich zu sehen.

Sie wurden Mitte Januar in den unterirdischen Höhlen geboren. Mutter ist die dreijährige Babetje. Als dominantes Zuchtweibchen war sie nur in den ersten Tagen nach der Geburt ständig bei ihren Neugeborenen. Schon bald darauf verließ Babetje den Bau, um auf Nahrungssuche zu gehen. Eine gute Ernährung ist wichtig für sie, da sie die noch namenlosen Jungtiere säugt. In der Zeit ihrer Abwesenheit bleibt immer ein erwachsenes Erdmännchen als Babysitter bei den Kleinen. Nach gut zwei Wochen brachten die Erwachsenen den Nachwuchs ans Tageslicht. Seit rund vier Wochen begleiten die Jungtiere ihre Babysitter auf Streifzügen durch die Anlage. Die älteren Geschwister, aber auch die erwachsenen Männchen, übernehmen das Wärmen und Hüten. Bei feuchtem Wetter kuscheln sie sich in den Tontöpfen und mit Heu gefüllten Körben unter den Wärmelampen und großen schirmen aneinander. Geschlechtsreif werden Erdmännchen mit etwa zwölf Monaten. Jungtiere sind anfangs nackt und blind, die Ohren haben sie geschlossen. Die Tiere haben ein Geburtsgewicht von lediglich 30 Gramm. Nach etwa 14 Tagen öffnen sie zum ersten Mal ihre Augen. Auch die Ohren sind mittlerweile geöffnet und weit entwickelt. Die Jungtiere werden etwa für 80 Tage gesäugt. Ab der sechsten Lebenswoche wird aber bereits feste Nahrung gefressen, die die Jungen vorgekaut kriegen. Mit drei Monaten gehen die Kleinen bereits eigene Wege, bleiben aber in der Familie. Erdmännchen üben auf die Menschen eine besondere Faszination aus: Sie stehen aufrecht, haben große Augen. Auch daher haben in den vergangenen zehn Jahren sehr viele Zoologische Gärten vorbildliche Anlagen für die quirligen und süßen Tiere gebaut. Die Kölner Anlage aus dem Jahr 2003 war dabei der Trendsetter. howa
Foto: Werner Scheurer