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Kultur: Kölner Arena wird ab Samstag zur Freiluft-Galerie

Kultur : Kölner Arena wird ab Samstag zur Freiluft-Galerie

(step) Das Projekt des Kölner Fotografen Thomas Ahrendt „Der Stadt Bestes - Das Gute in der Krise“ wird erstmals für alle Interessierten öffentlich zugänglich gemacht. Dazu werden die 70 Bilder ausgestellt.

Möglich macht das die Lanxess-Arena, welche die ebenerdigen Glasflächen des Foyers komplett zur Verfügung stellt. Spaziergänger können die von innen installierten Fotos durch das Glas bewundern.

Corona-bedingt dürfen nach wie vor keine Besucher die Arena betreten. Vor dem Hintergrund ist das gläserne Foyer aktuell ungenutzt und Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher hat entschieden, der Ausstellung kurzfristig diesen Raum zu geben. Interessierte können vom 1. bis zum 20. Mai um die Arena herumgehen und sich dabei von außen die Ausstellung ansehen.

„Das war für mich selbstverständlich als die Anfrage kam. Ich finde das Projekt großartig und die Symbolik ganz toll. Es passt sehr gut zu unserem Haus und ich hoffe es bringt einigen Menschen ein wenig Freude und Mut in der aktuellen Zeit“, sagt Löcher.

Künstler und Initiator Thomas Ahrendt ist begeistert: „Das Tolle ist, dass wir hier erstmalig sämtliche 70 Bilder zeigen können und ich freue mich über jeden Menschen, der beim Spaziergang zur Arena hier vorbeischaut. Die Wirkung der Bilder ist großartig, man hat das Gefühl, jedem direkt in die Augen zu gucken, das ist nochmal ein ganz besonderer Moment. Für das Projekt ist es natürlich ein Glücksfall, dass die Arena derzeit nur ohne Zuschauer arbeiten darf.“

Der Kölner Fotograf hat das Projekt mit Kölnern, die über positive Veränderungen in der Krise sprechen, im vergangenen Oktober gestartet. Aus der anfänglich lokalen Idee für den Stadtteil Dellbrück ist eine weit über Köln hinausreichende Aktion geworden. Rund 70 Menschen, von Guido Cantz (Entertainer), Susanne Wieseler (TV-Journalistin), Stefanie Haaks (Chefin Kölner Verkehrs Betriebe) oder Karl Lauterbach (Politiker) bis zur örtlichen Buchhändlerin Mirjam Selbach, einer jungen Mutter und Angelika Reitz, die ihren Mann durch Covid 19 verloren hat, sind dabei.

Die Corona-Pandemie stellt einen derart umfassenden und jeden Menschen betreffenden Einschnitt für die Welt dar, wie es auch die Entdeckung des Feuers, die Erfindung des Rads oder die Schöpfung des Internet waren. Niemand kann sich ihr und ihren Auswirkungen entziehen und jeder Mensch hat eine Meinung und einen Standpunkt zur Pandemie“, sagt der Fotograf zu seinem Projekt.