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Buchtipp: Zu Fuß oder mit dem Rad durch die Kölner Altstadt

Buchtipp : Zu Fuß oder mit dem Rad durch die Kölner Altstadt

Wer zu Fuß oder mit dem Rad in Köln unterwegs ist, kann viel entdecken. Autorin Susanne Rauprich nimmt ihre Leser im neuen kompakten Stadtführer mit auf eine Tour durch das Herz Kölns – die Altstadt.

Der Entdecker trifft dort auf römische Stadttore, mittelalterliche Kirchenbauten, auf kölsche Originale, Kunst in den Museen und auf moderne Architektur. Auch wenn durch die Pandemie viele Dinge nicht möglich sind, bringt der kleine Stadtführer doch etwas Vorfreude auf bessere Zeiten für Entdecker.

Die Tour durch die Altstadt ist 1,8 Kilometer lang. Los geht es am Café Funkhaus, der früheren WDR-Kantine. Mit der Neugestaltung nach der Campi-Ära ist der Charme der 50er Jahre dort zurückgekehrt. Wenn man an einem schönen Frühlingstag draußen sitzt, hat man auch schon mal das Glück, den einen oder anderen Promi zu Gesicht zu bekommen, der gerade aus den Studios des Senders kommt.

Immer wieder macht es in Köln auch Sinn, den Blick auf den Boden zu werfen. Dort kann man an der Kreuzblume den Taubenbrunnen von Ewald Mataré entdecken. Zu den Klassikern vor Ort zählt neben dem Dom das römische Nordtor, die römische Hafenstraße, das Römisch-Germanische Museum und die Domschatzkammer. Der zentrale Verkehrsknotenpunkt der Stadt ist der Hauptbahnhof – von seiner Geschichte zeugen noch die riesige Dachkonstruktion über den Gleisen sowie der Alte Wartesaal. Seinen Ursprung hat der Hauptbahnhof im 19. Jahrhundert.

In unmittelbarer Nähe kann der Besucher das frühchristliche Baptisterium, das durch ein Gitter zu sehen ist, entdecken. Davor befindet sich der Dionysosbrunnen von Hans Karl Burgeff. Oberhalb hat das Museum Ludwig seinen Platz, wo eine derzeit nicht zugänglich Sonderausstellung zum Pop-Art-Künstler Andy Warhol auf ihre Besucher wartet.

Zur jederzeit zugänglichen Kunst im öffentlichen Raum zählt „Ma‘alot“ von Dani Karavan, das den Weg vom Museum zur Hohenzollernbrücke gestaltet und das an die Greueltaten der Nazis erinnert. Ein weiteres Kunstwerk unter freiem Himmel ist die Columne pro Caelo – ein Granit-Monolith von Heinz Mack, der seit 1984 auf dem Roncalliplatz steht.

Unweit davon befindet sich der beliebte Heinzelmännchenbrunnen und ein Exemplar der Trash-People, mit denen der HA Schult weltberühmt wurde. Zu sehen ist das aus Früh-Dosen hergestellte Kunstwerk auf dem Dach der gleichnamigen Brauerei mit ihrem Brauhaus vor Ort. In direkter Nachbarschaft, in der kleinen Passage, steht Gaea, die Göttin der Erde, die als Skulptur von Gerhard Marcks geschaffen worden ist.

Rund um den Alter Markt prägen das Historische Rathaus mit seinem imposanten Turm und der Jan-von -Werth-Brunnen die Szenerie. Nicht so leicht zu entdecken, ist der Kallendresser, der seinen Platz an einer Hausfassade gefunden hat und der dem Betrachter seinen nackten Hintern entgegenstreckt. Diese Figur ist in Köln schon seit dem Mittelalter bekannt und steht für die Kritik an der Obrigkeit. Zu den eindrucksvollen Gebäuden, die das Kölner Rheinpanorama prägen, zählt definitiv auch die romanische Kirche Groß St. Martin, vor deren Eingang auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes die kölschen Originale Tünnes und Schäl auf die Besucher warten. Nicht weit davon entfernt findet sich die Schmitzsäule, die den Schmitzens der Stadt ein Denkmal setzt. Weitere Attraktionen in der Nähe sind der Ostermannbrunnen und das berühmte Hänneschen-Theater.

Susanne Rauprich: Los geht’s durch die Altstadt, Marzellen Verlag, 52 Seiten, 5,95 Euro