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Stadtspaziergang: Von der Moschee zum Flügelauto

Stadtspaziergang : Von der Moschee zum Flügelauto

Diese Stadt ist bunt und facettenreich – das schlägt sich auch bei den Wahrzeichen der Metropole am Rhein nieder. Wir haben uns für Sie bei unseren Rundgängen auf die Spuren der Bauten und Orte gemacht, die Köln das unverwechselbare Gesicht geben.

Los geht es an der Zentralmoschee in Ehrenfeld mit der großen Kuppel und den beiden filigranen Minaretten. Das Gebäude wird geprägt von einem Zusammenspiel aus Beton, Glas und Holz sowie von der transparenten Kuppel, die durch große Glasflächen leicht wirkt, und von zwei 55 Meter hohen Minaretten eingefasst wird. Eröffnet wurde das von Gottfried und Paul Böhm entworfene Gebäude nach zahlreichen Verzögerungen im Jahr 2018.

Direkt schräg gegenüber befindet sich der Kölner Fernsehturm Colonius, der dank einer Höhe von 266 Metern fast alle anderen Gebäude der Stadt überragt. Fertiggestellt wurde er im Jahr 1981. Bis 1999 hatte der Turm eine sich drehende Besucherplattform mit einem Restaurant. Dieses wurde zeitweise auch als Disko genutzt. Aktuell ist der Colonius nicht öffentlich zugänglich. Es gibt aber eine rege Diskussion, wie man das ändern kann. So hat ein Architekt den Vorschlag gemacht, um den Turm ein rundes Hochhaus zu bauen, das den Colonius wie einen Mantel umgibt.

Eines der ersten deutschen Hochhäuser gab es in Köln

Am Hansaring befindet sich ebenfalls ein Gebäude, das mit seiner Höhe glänzen kann. Das Hansahochhaus, das heute unter anderem einen großen Elektromarkt und ein Hotel beherbergt, war eines der ersten Hochhäuser in Deutschland. Es steht deshalb auch unter Denkmalschutz. Als erstes Hochhaus in Köln wurde 1924 bis 1925 das Bürogebäude im Stil des Expressionismus nach Plänen des Kölner Architekten Jacob Koerfer errichtet. Seine Erstellungszeit lag mit nur 135 Arbeitstagen noch unter der vergleichbarer amerikanischer Hochhäuser. Bedingt durch Bauunterbrechungen verteilten sie sich über 15 Monate. Der Massivbau mit 17 Etagen war mit einer stolzen Höhe von 65 Metern zum Zeitpunkt der Fertigstellung für kurze Zeit das höchste Haus Europas.

Fast jedem ein Begriff sind heute die Liebesschlösser auf der Hohenzollernbrücke, die sich in den vergangenen Jahren vor allem auf der südlichen Brückenseite rasant vermehrt haben. Liebespaare bringen diese an und werfen den Schlüssel im Anschluss in den Rhein, was die Beziehung festigen und möglichst lange erhalten soll. Die ursprüngliche Brücke wurde bis 1911 als Straßen- und Eisenbahnbrücke errichtet, nach dem Wiederaufbau 1945 wurde sie zur reinen Eisenbahnbrücke, die heute über sechs Gleise verfügt.

Einer der markantesten und beliebtesten Plätze der Stadt ist der Alter Markt mit dem Rathausturm und dem Jan-von-Werth-Brunnen. Ursprünglich gehörte auch der heutige Heumarkt zum großen Kölner Marktplatz, der seine Ursprünge im Mittelalter hat. Das Spannende am Rathausturm sind die vielen Persönlichkeiten, die als Skulpturen dort verewigt worden sind – von Kaiser Augustus über Karl den Großen bis zu Karl Marx und Konrad Adenauer.

Das Zeughaus hat seine Ursprünge im Mittelalter und hat lange die Dauerausstellung des Kölnischen Stadtmuseums beherbergt, das noch die benachbarte Alte Wache für Sonderausstellungen nutzt. Auf dem Turm steht ein weiteres Kölner Markenzeichen: das Flügelauto des Künstlers HA Schult.