Kino : Taffe Melissa McCarthy in Mafia-Film

Es ist das Jahr 1978. Die irische Mafia hat das heruntergekommene New Yorker Viertel Hell‘s Kitchen fest im Griff. Die dreckigen Straßen sind von Prostitution und Drogenkriegen geprägt. Mit heulenden Polizeisirenen und überquillenden Mülltonnen zaubert „The Kitchen: Queens of Crime“ das atmosphärisch-düstere Szenario auf die Leinwand.

In diesem tristen Milieu müssen sich plötzlich drei Frauen durchboxen. Unfreiwillig nehmen die Ehefrauen von Mafia-Gangstern selbst die Geschäfte in die Hand, als ihre Männer nach einem missglückten Coup in den Knast wandern. Mit Melissa McCarthy, Tiffany Haddish und Elisabeth Moss schlägt ein auf den ersten Blick vielversprechendes Frauentrio als „Queens of Crime“ zu. Sie werden zu den Hausfrauen Kathy, Ruby und Claire, die jede auf ihre Weise aus dem Schatten ihrer Männer heraustreten. „Es geht um Leute, die nie ernst genommen wurden“, erklärt die Regisseurin Andrea Berloff im Begleitheft zum Film.Das klingt nach einem Drama mit Tiefgang, vor allem mit Berloff am Ruder. Doch der Befreiungsschlag der Frauen, die plötzlich von Mauerblümchen zu kaltblütigen Killern werden, ist wenig überzeugend. Trotz guter Zutaten enttäuscht der Film. dpa

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