Verwaltung: Stadt: Pilotversuch mit klimafreundlicheren Dienstwagen

Verwaltung : Stadt: Pilotversuch mit klimafreundlicheren Dienstwagen

Stadtspitze: Fahrzeugflotte wird erweitert. Drei Dienstwagen mit verschiedenen Antrieben werden getestet.

Im Verwaltungsvorstand der Stadt Köln werden drei neue Dienstwagen mit unterschiedlichen Antrieben getestet. Innerhalb einer Pilotphase von zwei Jahren sollen Plug-in-Hybrid- und Wasserstoff-Fahrzeuge getestet werden.

Insbesondere geht es um einen Erkenntnisgewinn hinsichtlich der verschiedenen Bedarfe wie Reichweite, Funktionalität, Ausstattung und Alltagstauglichkeit. Die Fahrzeuge erfüllen die Standards des Paragraphen 3 (Absatz 2) des Elektromobilitätsgesetzes und weisen nur noch eine Kohlen-dioxid-Emission von höchstens 50 Gramm je gefahrenem Kilometer auf beziehungsweise eine Reichweite unter ausschließlicher Nutzung des elektrischen Motors von mindestens 40 Kilometern.

Sondierungsgespräche wurden mit Ford und relevanten Automobilherstellern geführt. Die grundsätzliche Zusammenarbeit mit Ford bleibt wie geplant bestehen. Lediglich drei Dienstwagen der aktuellen Fahrzeugflotte werden durch zwei Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid (Mercedes-Benz E-Klasse) und ein Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb (Mercedes-Benz GLC F-Cell) ersetzt.

OB und Stadtspitze sind
weiter mit Ford unterwegs

Damit werden der Dienstwagen der Oberbürgermeisterin und neun weitere Fahrzeuge der Stadtspitze (OB, Verwaltungsvorstand, Bürgermeister und Fraktionen) weiterhin von Ford gestellt.

Dazu erklärt Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Als Stadtverwaltung nehmen wir den Klimaschutz und den im Sommer ausgerufenen Klimanotstand ernst und wollen als Stadtspitze mit gutem Beispiel vorangehen. Daher werden in einem ersten Schritt einige Kollegen aus dem Verwaltungsvorstand neue Fahrzeuge testen. Persönlich würde ich mich freuen, wenn unser langjähriger Partner FORD uns weiterhin bei der Verkehrswende und dem Klimaschutz aktiv unterstützt. Dazu habe ich in den vergangen vier Jahren bereits viele Gespräche geführt und immer wieder den Wunsch geäußert, gemeinsam innovative Lösungen voranzutreiben. Daher würde ich es sehr gut finden, wenn wir sehr bald eines der ersten vollelektrischen Fahrzeuge im kommenden Jahr von Ford angeboten bekämen. Dann könnten wir unsere Pilotphase erweitern und neben Wasserstoff- und Plug-in Hybrid- auch ein Vollelektro-Auto testen.“

Die Stadt Köln betreibt insgesamt einen Kfz-Bestand von über 300 Pkw, über 60 Lkw und mehr als 600 Sonderfahrzeugen, von Einsatzfahrzeugen bis zu Motorrollern. 80 Prozent ihrer eingesetzten Pkw stammen aus den Produktionslinien des Automobilkonzerns Ford. Zusätzlich verfügt die Stadt über 150 Dienstfahrräder unterschiedlicher Bauarten. In ihren Richtlinien für Dienstfahrten oder Dienstgänge favorisiert die Stadt die jeweils umweltschonendste Fortbewegungsart. Über 9.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung nutzen außerdem das VRS-Jobticket.

Bereits seit 2016 hat der Rat den Auftrag an die Verwaltung erteilt, bei Ersatzbeschaffungen, soweit technisch möglich, auf umweltschonende Varianten zurückzugreifen. Dieser Beschluss wurde zuletzt mit der Entscheidung zur Ausrufung des Klimanotstandes vor wenigen Monaten noch einmal bekräftigt. step