Interview : Feuerschwanz bringt den Feierfaktor auf die Bühne

Am 21. Dezember kommt die Band ins Kölner Carlswerk Viktoria an der Schanzenstraße in Mülheim.

Feuerschwanz feiert gerade das 15-jährige Bestehen, wie fühlt sich das an?

Hauptmann Feuerschwanz: Das ist für uns wirklich eine lange Zeit. Wenn man auf unsere Anfänge zurückblickt und sieht, wo wir jetzt stehen ist das kaum zu glauben. Angefangen haben wir auf den Bretterbühnen der Mittelaltermärkte und heute stehen wir auf den großen Rockbühnen. Da staunt man einfach nur und schätzt sich glücklich, dass man so eine Leistung hat hinlegen können. Wir sind sehr dankbar für alles, was uns in diesen 15 Jahren passiert ist. 

Wie kam es 2004 zur Idee, Feuerschwanz zu gründen?

Hauptmann: Ich kannte damals die Mittelalterszene sehr gut und hatte bislang in verschiedenen Bands gespielt. Was mir da gefehlt hat, war der Humor und ein deutlich lockerer Ansatz beim Musikmachen. Das hat eigentlich in der kompletten Szene gefehlt, wir kannten das aber von der Musikszene unserer Heimatstadt Erlangen und wollte es nun auf die Mittelalterszene übersetzen. Da hat einfach der Feierfaktor gefehlt. Anfangs waren in unserer jugendlichen Sturm- und Drangphase vielleicht etwas zu trashig. Das hat sich geändert, als wir schließlich die richtige Besetzung für Feuerschwanz gefunden hatten. So konnte sich die Band zu einem guten Rockformat weiterentwickeln, bei dem auch das musikalische Handwerk gut beherrscht wurde. Heute haben wir uns im Rock- und Metalbereich etablieren können. 

Was erwartet die Fans bei der jetzt anstehenden Jubiläumstour, die die Band am 21. Dezember zum Carlswerk Viktoria in Köln führen wird?

Hauptmann: Wir haben dafür wieder ein eigenes Programm entwickelt. Dazu gehört eine gute Mischung von Stücken aus unserer Anfangsphase und Musik aus der Jetztzeit. Die eine oder andere Überraschung wird es auch geben. Wir haben zwei Bands mit an Bord, sodass unsere Jubiläumskonzerte zu einem kleinen Festival werden. Das ist eine Irish- und eine Metalband. Das alles ergibt die besondere Jubiläumsatmosphäre. 

Welche Beziehung haben Sie zu Köln?

Hauptmann: Wir waren schon früh mit dem Mittelalterlichen Spectaculum in Köln, wo wir mehrfach am Fühlinger See aufgetreten sind. Ansonsten war es aber zunächst nicht so einfach in Köln als Band einen Fuß in die Tür zu bekommen. Aber in den vergangenen Jahren ist das regelrecht explodiert, und von Auftritt zu Auftritt wurden die Hallen größer. Jetzt werden wir im Carlswerk Viktoria vor 1600 Leute auf der Bühne stehen. Köln ist bundesweit zu unserer stärksten Stadt geworden. In diesem Jahr waren wir als anerkannte Schwarzromantiker auf dem Amphi-Festival am Tanzbrunnen.

Konzert: 21. Dezember, 20 Uhr, Carlswerk Viktoria, Schanzenstraße 6-20, Köln-Mülheim. Tickets: 

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