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Fotorundgang: Mittags fast alleine im Kölner Zoo

Fotorundgang : Mittags fast alleine im Kölner Zoo

Die Temperaturen sind an diesem Januarmittag ziemlich winterlich – da haben es die Erdmännchen am Eingang gut. Sie sitzen gemütlich in den Körben unter ihren Wärmelampen. Von dort auch wird der einsame Besucher im Zoo interessiert beobachtet.

Immer wieder steigt eines der auf einen der Äste und sondiert die Lage. Normalerweise gehören die kleinen Raubtiere zu den Lieblingen der Besucher, die oft in Scharen vor dem Gehege stehen, um einen Blick auf das Leben der possierlichen Erdmännchen werfen zu können. Das ist während des strengen Lockdowns in der Corona-Pandemie anders. Seit Anfang November sind die Pforten des Kölner Zoos für die Besucher geschlossen.

Entsprechend leer sind die Wege auf dem großen Gelände in Riehl, auf dem mehr als 10.000 verschiedene Tiere leben, nur ab und zu erspäht man an diesem Samstag einen der Tierpfleger. Entsprechend groß ist die Aufmerksamkeit der Tiere, wenn Fremde unterwegs sind. Das gilt auch für die Trampeltiere, die interessiert auf den Zaungast schauen, der sie gerade mit der Fotokamera ins Visier genommen hat.

Ganz entspannt wird der Wintertag von den beiden Geparden nebenan genossen. Gerade haben die Raubkatzen noch eine Runde auf ihrem Gelände absolviert, jetzt liegen beide auf einem Hügel und beobachten ihre Umgebung. Deutlich aktiver ist der Malaienbär gegenüber, der fleißig in seinem Zuhause unterwegs ist und dabei den Besucher nicht aus den Augen lässt. Über die menschenleeren Wege geht es an den Pelikanen vorbei zum früheren Südamerikahaus, das gerade aufwendig umgebaut wird. Dort soll künftig der Regenwald hautnah für die Gäste des Zoos erlebbar sein. Das Gebäude selbst wird dann in seinem alten Glanz erstrahlen.

Etwas entspannter als sonst läuft es am Pavianfelsen ab, auch wenn sich dort das eine oder andere Tier gerne mal ziemlich lautstark bemerkbar macht. Doch viele der Affen kuscheln sich an diesem Tag auch einfach zusammen und nutzen die gemeinsame Zeit zur Fellpflege. Ganz unaufgeregt ist auch das Löwenpaar in seinem Gehege. Man hat sich abgelegt und döst durch den kalten Mittag. Ein paar Meter weiter hat der Schneeleopard mit einem großen Knoten im dicken Tau das ideale Spielzeug gefunden. Da ist der Zaungast eher uninteressant.

Viel Leben gibt es wie immer bei der großen Elefantenherde, die mit ihren Jungtieren auf dem großen Gelände des Elefantenparks unterwegs ist. Die Bisons und die Moschusochsen lassen es da deutlich ruhiger angehen und blicken nur kurz auf den Gast am Wegesrand. Viel Aufmerksamkeit gibt es für diesen bei den Giraffen, die sich wie bestellt zu dritt für das Familienfoto aufstellen. Zu den lautesten Tieren zählen an diesem Wintertag definitiv die Flamingos, die mit ihrem pinken Gefieder ein echter Farbtupfer an diesem grauen und nasskalten Wintermittag darstellen.