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Kunstführungen: Mit Worten Kunst „sehen“

Kunstführungen : Mit Worten Kunst „sehen“

Museumsdienst Köln bietet Führungen für blinde und sehbehinderte Besucher an.

Eine Erhöhung der Kunden- und Bürgerzufriedenheit, die sich am tatsächlichen Bedarf und an der Nachfrage der Kunden orientiert, ist erklärtes Ziel der Verwaltungsreform der Stadt. Dies hat der Museumsdienst Köln zum Anlass genommen, seine Angebote im Bereich Bildung und Vermittlung für Menschen mit Behinderungen konsequent weiter auszubauen. Für blinde und sehbehinderte Besucher sowie deren Freunde bietet der Museumsdienst ab dem 7. Mai an jedem ersten Dienstag im Monat von 11 bis 12.30 Uhr im Museum Ludwig eine Führung unter der Leitung von Kunsthistorikerin Julia Greipl an.

Sommerpause
im August

„Wir wollen die Museen für alle Besucher öffnen, vor allem auch für diejenigen mit Einschränkungen“, sagt Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach. Die Termine sind am 7. Mai, 4. Juni, 2. Juli, im August ist Sommerpause, 3. September, 1. Oktober, 5. November und 3. Dezember. Der Treffpunkt ist jeweils an der Museumskasse. Die öffentliche Führung ist kostenfrei, Teilnehmer zahlen nur den Museumseintritt.

Die Museen der Stadt sind für alle Besucher ganz oder teilweise barrierefrei erschlossen. Menschen mit Behinderungen können in allen Museen Bildungs- und Vermittlungsprogramme wahrnehmen. „Mit speziellen Angeboten unterstützt der Museumsdienst Köln Besucher mit Sinnes-, Lern- oder geistigen Beeinträchtigungen gezielt beim Besuch der Ausstellungen und Sammlungen. Es gibt Führungen und kreative Angebote in leichter Sprache, Formate für Menschen mit Lernschwierigkeiten und Angebote für Menschen mit demenziellen Veränderungen sowie Führungen und Workshops für Blinde und Sehbehinderte“, erläutert Matthias Hamann, Direktor des Museumsdienstes Köln.

Bei den lebendig gestalteten Rundgängen für Blinde und Sehbehinderte geht Julia Greipl als speziell geschulte Expertin des Museumsdienstes gemeinsam mit den Besuchern auf Entdeckungsreise. Ziel der gemeinsamen Rundgänge ist nicht die trockene Wissensvermittlung, sondern das anregende Erlebnis. Ausgehend von ausgewählten Kunstwerken werden die Besucher eingeladen, die Kunst im Gespräch selbst zu entdecken. Das Angebot kann auch individuell von Gruppen, zum Beispiel Heimen, Verbänden oder Selbsthilfegruppen, zu anderen Terminen gebucht werden.

„Es geht darum, die Kunst erlebbar zu machen und die Teilnehmer zu ermutigen, ihren eigenen, individuellen Zugang zu den Kunstwerken zu finden“, sagt Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach. Kunsthistorikerin Julia Greipl versteht sich als Begleiterin, die im Museum Orientierung vermittelt, Wege aufzeigt und auch Tipps gibt zum Folgebesuch und zum Erleben von Kunst, mit oder ohne Begleitung.

Mit einer breit angelegten Zukunftsoffensive beteiligen sich die städtischen Museen unter Federführung des Museumsdienstes Köln an der Verwaltungsreform. In den nächsten Jahren sollen in vielen Bereichen entscheidende Verbesserungen für Bürger erzielt werden. Der Museumsdienst ist seit Januar 2019 Pilotamt im Reformprozess. Gleich vier Projekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten hat der Museumsdienst gestartet, die eng miteinander verknüpft sind und unter dem gemeinsamen Dach „Museen, Menschen, Medien“ koordiniert und gesteuert werden. Ziel der Projekte ist die Entlastung der Museen durch die Zentralisierung von Aufgaben, eine zukunftsfähige Digitalstrategie, Marketing und Kommunikation sowie Bildung und Vermittlung.