Messerattacken in Köln:43-Jähriger tot - Weiterer Mann in Lebensgefahr

Streits eskalieren : Nächtliche Messerstechereien: 43-Jähriger erstochen - Mann auf seiner Geburtstagsfeier lebensgefährlich verletzt

In der Nacht zu Sonntag hat ein junger Mann einen 43-Jährigen erstochen. Nicht weit entfernt wurde ein weiterer Mann lebensgefährlich verletzt.

Ein 43-Jähriger ist im Kölner Stadtteil Mülheim auf offener Straße erstochen worden. Nach Angaben der Polizei stach ein 21-Jähriger in der Nacht zum Sonntag auf den Mann ein, nachdem es aus zunächst ungeklärter Ursache gegen 2 Uhr in einer größeren Männergruppe zum Streit auf dem Wiener Platz gekommen war.

Der 43-Jährige starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Die Polizei griff den flüchtigen mutmaßlichen Täter und einen 33-jährigen Begleiter wenig später am Clevischen Ring Ecke Genovevastraße auf. Der 21-Jährige war betrunken und hatte ein Messer bei sich, sein Begleiter hatte Stichverletzungen erlitten.

Einem Polizeisprecher zufolge seien weitere verletzte Männer behandelt worden. Die Anzahl der am Streit Beteiligten und Verletzten sowie die Hintergründe der Tat blieben am Sonntag zunächst unklar. Die Kriminalpolizei richtete eine Mordkommission ein.

In der selben Nacht wurde bei einer anderen Auseinandersetzung im Stadtteil Kalk ein 52-Jähriger auf seiner Geburtstagsfeier vor einer Gaststätte mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Der Polizei zufolge stach ein 49-Jähriger auf den Mann ein, nachdem es aus zunächst ungeklärter Ursache in der Bar an der Kalk-Mülheimer Straße zum Streit mit dem 24-jährigen Sohn des Gastgebers gekommen war. Dieser soll den 52-Jährigen mit einem Schlagstock attackiert haben.

Der Vater sei eingeschritten und dabei schwer verletzt worden. Am Sonntag sei er aber außer Lebensgefahr gewesen. Auch die anderen beteiligten Männer wurden laut Polizei verletzt und behandelt. Der 49-jährige Mann wurde festgenommen und Messer sowie Schlagstock sichergestellt. Auch in diesem Fall ermittelt eine Mordkommission, dieses Mal wegen versuchten Totschlags.

(dpa/red)
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