Kirche: Mehr Kirchenaustritte im Erzbistum Köln

Kirche : Mehr Kirchenaustritte im Erzbistum Köln

2018 gehörten 1.942.733 Katholiken zum Erzbistum Köln - rund 29.000 weniger als 2017.

Im Jahr 2018 gehörten insgesamt 1.942.733 Katholiken zum Erzbistum Köln. Das sind 29.090 Menschen weniger als im Jahr 2017. Der Rückgang resultiert aus 18.472 (2017: 13.931) Austritten sowie 19.976 (2017: 19.945) Bestattungen, die die Taufen um 5988 überstiegen. Das geht aus der kirchlichen Statistik des Erzbistums Köln für das Jahr 2018 hervor, die jetzt vorliegt. Demnach lagen im vergangenen Jahr die Zahl der Taufen und Trauungen etwa auf dem Niveau des Vorjahres. 2018 gingen 14.402 (2017: 15.101) Kinder zur Erstkommunion, 7669 (2017: 8525) Jugendliche wurden gefirmt. Durchschnittlich feierten 152.115 (2017: 166.037) Menschen sonntags die Heilige Messe mit. Eintritte und Wiederaufnahmen beliefen sich auf 243 (2017: 286) bezeihungsweise 653 (2017: 737).

„Wir wissen, dass die klassische Form des Kirche-Seins an vielen Stellen nicht mehr mit der Lebensrealität der Menschen zusammenpasst und wir daher manche Menschen nicht mehr erreichen“, sagt Generalvikar Markus Hofmann mit Blick auf die Statistik. Gleichzeitig werde es für viele Menschen immer wichtiger, die Kirche wieder als Gemeinschaft von Gläubigen zu entdecken, anderen zu helfen, für andere da zu sein. „Genau das gehört doch zu den Dingen, die unserem Leben einen tieferen Sinn geben. Das Ziel der ‚Aktuellen Etappe‘ unseres Zukunftswegs ist es daher, eine gemeinsame Vision für das Erzbistum Köln zu entwickeln. Wir wollen das sein, was wir von Beginn an sind – eine für die gesamte Gesellschaft relevante Gemeinschaft von Menschen, die Jesus nachfolgen.“

Für Hofmann bestätigen die Zahlen die große Bedeutung des von Kardinal Woelki ausgerufenen Pastoralen Zukunftswegs: „Daraus ergeben sich große Herausforderungen für die Kirche von morgen. Wir müssen wieder anziehender auf die Menschen wirken und sie von unserem Glauben und unserer Kirche begeistern - einer Kirche, die zum Mitmachen anregt und in Zukunft wieder stärker wächst. Dazu brauchen wir lebendige Gemeinden, die den Menschen eine Heimat bieten. Mit dem Pastoralen Zukunftsweg gehen wir einen entscheidenden Schritt in diese Richtung.“ howa

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