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Tourismus: Kölner Tourismus stand 2020 still

Tourismus : Kölner Tourismus stand 2020 still

Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik hat einen neuen Bericht zur Beschäftigungsentwicklung im Kölner Gastgewerbe und Tourismus von 2010 bis 2020 veröffentlicht. Demnach zeigt sich deutlich: Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie kam der Tourismus in Köln im Jahr 2020 zeitweise komplett zum Stillstand.

Das für Köln wichtige Messe- und Kongressgeschäft sowie große Teile des Geschäftsreisetourismus sind 2020 nach Angaben der Stadt nahezu vollständig weggefallen.

Zwischen 2010 und 2019 war die Zahl der Gästeankünfte noch um etwa die Hälfte auf rund 3,8 Millionen angestiegen. Auch die Anzahl der Übernachtungen hat sich mit 44 Prozent auf rund 6,6 Millionen deutlich gesteigert. Im Jahr 2020 verzeichnete die Stadt gegenüber dem Vorjahr dann einen deutlichen Rückgang von mehr als 60 Prozent bei den registrierten Ankünften in Kölner Hotelbetrieben (1,4 Millionen) und den dort getätigten Übernachtungen (2,6 Millionen).

Der deutliche Rückgang der Gäste und Übernachtungen in Köln im Jahr 2020 korrespondiert mit der Arbeitsplatzentwicklung im Kölner Beherbergungsgewerbe. Hier ist die Beschäftigtenzahl in Köln unter das Niveau des Jahres 2010 zurückgegangen. Zuvor war sie von 2010 bis 2019 kontinuierlich angestiegen (plus 800 Arbeitsplätze oder plus 16 Prozent).

Auch im Gastgewerbe insgesamt, der Branche, die sowohl das Beherbergungsgewerbe als auch die Gastronomie umfasst, wurde die seit 2010 zu beobachtende positive Beschäftigungsentwicklung durch die Corona-Pandemie deutlich abgeschwächt: Von Ende 2019 bis Ende 2020 sind rund 3300 Arbeitsplätze verloren gegangen. Das enstpricht einem Minus von 15 Prozent auf rund 18.700 Beschäftigte.

Die in Köln im Vergleich zum Beherbergungsgewerbe beschäftigungsintensivere Gastronomie - rund 75 Prozent aller Beschäftigten der Branche Gastgewerbe arbeiten in der Gastronomie - gewann bei stabilen Betriebszahlen zwischen 2010 und 2019 insgesamt 5080 Mitarbeiter hinzu. Rund die Hälfte dieser neuen Arbeitsplätze ging zwischen 2019 und 2020 wieder verloren. Die bereits langjährig anhaltenden Beschäftigungsrückgänge in Kneipen, Cafés sowie Diskotheken und Tanzlokalen haben sich nach Angaben der Stadt durch die Corona-Pandemie verschärft.