Nachtleben Hier feiert Köln an der Weltspitze

Köln · Etwas abgelegen unweit des Jugendparks, der Zoobrücke und des Mülheimer Hafens findet sich mit dem Kölner Bootshaus der beste Club Deutschlands und laut einem Ranking des renommierten Fachmagazins “DJ Mag” die Nummer 5 weltweit.

Das Kölner Bootshaus gehört zu den fünf besten Clubs der Welt.

Das Kölner Bootshaus gehört zu den fünf besten Clubs der Welt.

Foto: Bootshaus/dpa/Bootshaus

Schon die Namen in der „Hall of Fame“, mit den im Bootshaus aufgetretenen DJs, liest sich wie das „Who is Who“ der internationalen Musikszene in den vergangenen zwei Jahrzehnten. So finden sich Robin Schulz, Tiësto und David Guetta genauso wieder wie Armin van Buuren, Sven Väth, Paul van Dyk, Paul Kalkbrenner oder Don Diablo.

In diesem Jahr feiert der angesagte Kölner Club sein 20-jähriges Bestehen. „Schon vor 2004 gab es auf dem Werftgelände eine Disco. Nach der Übernahme in diesem Jahr hatten wir hier nur den Mainfloor und damit einen deutlich kleineren Club mit drei oder vier Events im Monat. Nach und nach haben wir uns dann hochgearbeitet“, sagt Geschäftsführer Tom Thomas.

Heute bietet das Bootshaus
Platz für bis zu 2200 Gäste

2012 übernimmt der heutige Besitzer Fabian Thylmann den Club auf der Schäl Sick und vergrößert diesen deutlich: „Ein zweiter Dancefloor kam hinzu, wir bekamen die Nutzung des Hofes genehmigt und haben zudem unter anderem die Lüftungsanlage sowie die gesamte Technik auf den neuesten Stand gebracht und in den Brandschutz investiert, da hier die Auflagen für Clubbetreiber deutlich verschärft worden sind. Die Sicherheit unserer Gäste ist uns sehr wichtig“, erklärt Thomas.

Inzwischen erstreckt sich das Bootshaus auf den 850 Quadratmeter großen Mainfloor mit seinen fünf Bars, die Blckbox, die Dreherei und das Open-Air-Gelände, das ebenfalls bespielt wird. Mehr als 2200 Gäste haben im Bootshaus auf insgesamt 1500 Quadratmetern ausreichend Platz zum Feiern. „Jeder Bereich ist so ausgestattet, dass er auch alleine bei Veranstaltungen verschiedener Größen betrieben werden kann.“

Die enorme Entwicklung des Clubs zeigt sich auch in den internationalen Rankings, wo sich das Bootshaus von Platz 48 im Jahr 2013 auf Platz 5 im aktuellen Ranking hochgearbeitet hat. Beim internationalen Vergleich wurden Clubs in rund 40 Ländern rund um den Erdball bewertet. In Deutschland hat der Kölner Club aus das angesagte Berghain in Berlin locker angehängt.

„Unseren Erfolg verdanken wir der Mischung aus der Atmosphäre auf dem alten Industriegelände, modernster Technik beim Licht und bei Sound sowie unseren nationalen und internationalen Künstlern. Wir haben von Anfang an immer sehr fortschrittlich gebucht und hatten so immer die aktuell angesagtesten DJs, auch aus den USA, vor Ort. Bei uns waren alle großen Künstler mindestens schon einmal zu Gast. Und es gibt keine andere Location, in der man als Besucher so nahe an diese Topstars herankommt. Gerade haben wir auch wieder unsere Soundanlage mit den Boxen des renommierten Herstellers ‚L-Acoustics‘ verjüngt und in unsere Lichttechnik investiert. Das wird von unseren Besuchern genauso honoriert wie von den besten DJs der Welt. Das Bootshaus hat sich da international einen sehr guten Namen gemacht“, freut sich Thomas.

Das Programm im Kölner
Club ändert sich jede Woche

Musikalisch setzt man unter der Zoobrücke auf elektronische Musik und bespielt hier alle Genres wie zum Beispiel Techno, Hardstyle, Trance oder Electro-House. „In jedem Genre holen wir die besten Künstler nach Köln und können so immer wieder variieren und den aktuellen Trends folgen. Jede Woche gibt es ein anderes Programm. Das bringt viel Abwechslung und Vielfalt für unsere Gäste. Damit hat das Bootshaus auch Kölns Position in der nationalen und internationalen Clubszene gestärkt. So ist die Stadt bei den Welttouren der großen Stars als Station immer fest eingeplant“, sagt Thomas über den Club, der in den vergangenen zwei Jahrzehnten am Auenweg mehr als drei Millionen Besucher sowie 7000 Acts bei mehr als 1000 Events verzeichnen konnte.

In der Clubszene sei die Hauptstadt Berlin immer noch das Maß aller Dinge. „Da gibt es eine deutlich größere Zielgruppe und eine höhere Clubdichte. Köln hat mehr Subkultur mit kleineren Clubs wie in Ehrenfeld. Aber mit uns hat die Stadt in der internationalen Clubszene einen guten Namen bekommen. Dieses Niveau gilt es jetzt für uns, auch in der Zukunft zu halten. Dafür müssen wir beim Sound und bei den Künstlern stets am Puls der Zeit bleiben“, erklärt Thomas.

Weitere Infos zum Kölner Club gibt es online unter:

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