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Reiseziel: Köln Tourismus präsentiert Rekordzahlen

Reiseziel : Köln Tourismus präsentiert Rekordzahlen

2019 gab es in der Domstadt fast 6,6 Millionen Übernachtungen. Die Zahlen steigen seit 2000 kontinuierlich an.

2019 war das beste Jahr in der Kölner Tourismus Geschichte. Laut Köln Tourismus gab es im vergangenen Jahr 3,8 Millionen Ankünfte (plus 3,4 Prozent) und knapp 6,6 Millionen Übernachtungen. Dazu kommen noch einmal geschätzt 15 Millionen privater Übernachtungen in der Domstadt. Insgesamt ergibt sich daraus ein Gesamtumsatz durch den Tourismus von 6,6 Milliarden Euro – davon landen 150 Millionen Euro als Steuern und Abgaben in der Stadtkasse. Damit ist die Branche ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Köln. 80.000 Jobs hängen direkt vom Tourismus ab.

Der durchschnittliche Zimmerpreis liegt aktuell bei 118 Euro pro Nacht – der zweithöchste nach München und vor Düsseldorf in Deutschland. „Das zeigt die große Nachfrage nach Übernachtungen in Köln“, erklärt Josef Sommer, der vonseiten der Stadt 19 Jahre lang für den Tourismus in Köln zuständig war. Ende März verlässt er als Geschäftsführer Köln Tourismus. Sein Nachfolger ist Jürgen Amann.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten gab es deutliche Veränderungen bei der Tourismusbranche in Köln. So stieg die Übernachtungszahl von gut drei Millionen im Jahr 2000 auf aktuell knapp 6,6 Millionen. Das macht ein Plus von 112 Prozent. Auch der Anteil der internationalen Gäste ist gewachsen und liegt aktuell bei 35 Prozent. Besonders hohe Steigerungsraten gab es bei Ländern wie Brasilien (plus 250 Prozent), China (plus 772 Prozent) und den arabischen Golfstaaten (plus 294 Prozent). Bei den letzeren Gästen konnte man in Köln mit dem Gesundheitstourismus effektiv eine Nische besetzen.

Gute Mischung aus Geschäfts-
und Freizeitreisenden in Köln

Zu den Kennzeichen des Kölner Tourismusmarktes gehört dessen ausgewogene Mischung aus Geschäfts- und Freizeitreisenden, aber auch aus Inlandsgästen und internationalen Besuchern. Bei den wichtigsten vier Quellmärkten gab es beim Ranking keine Veränderungen. Die größte Gruppe der Köln-Gäste kommt aus dem Inland (4,26 Millionen, plus 3,1 Prozent) gefolgt von Großbritannien (222.000, minus 8,1 Prozent), das wegen des Brexits rückläufige Zahlen ausweist. Dahinter kommen bei den USA (219.000, plus 8,9 Prozent) und den Niederlanden (194.000, plus 8,8 Prozent) deutliche Steigerungsraten.

Positiv hat sich auch der Tagungsmarkt in der Domstadt entwickelt. Hier gab es 2019 insgesamt rund 53.000 Veranstaltungen (plus 1,2 Prozent) mit rund 4,4 Millionen Besuchern (plus 2,2 Prozent). Auch die Zahl der Veranstaltungsorte ist in diesem Bereich um drei auf 194 Locations gestiegen. Positiv bewertet wird von den Tourismusexperten, dass die Köln Messe mit einem neuen, größeren Kongresszentrum an den Start gehen wird, das der gestiegenen Nachfrage Rechnung trägt.

Sommers Nachfolger Jürgen Amann sieht gute Chancen, das Reiseziel Köln auch künftig weiterzuentwickeln: „Köln gehört bei den Reisezielen zu den Topstädten in Deutschland, hier liegt es aktuell auf Platz 5. Wir haben eine hervorragende Infrastruktur als Knotenpunkt mitten in Europa. Die Köln Messe ist in Europa unter den Top 10 und wir haben ein hervorragendes Kulturangebot. Köln ist zudem eine starke Städtemarke, hat eine starke Präsenz in den Medien, eine hohe Internationalität und eine kreative junge Szene“, erklärt Amann das Potenzial der Stadt am Rhein. Inwieweit sich das Corona-Virus mit seinen steigenden Infektionszahlen auf den Tourismus in Köln auswirken wird, dazu wollte man bei Köln Tourismus noch keine Prognose abgeben. „Es wird aber den Tourismus tangieren“, erklärt Josef Sommer.