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Handwerk: Gute Geschäftslage im regionalen Handwerk

Handwerk : Gute Geschäftslage im regionalen Handwerk

„Pessimisten befürchten, dass im nächsten Jahr der Aufschwung beim Wohnungsneubau nachlassen könnte. Denn der Engpass an Baumaterialien setzt sich fort. Bei Preisexplosionen lässt sich das eine oder andere Neubauvorhaben einfach nicht mehr rentabel umsetzen.

Hinzu kommt, dass die Hypothekenzinsen steigen werden. Vor diesem Hintergrund wirken die Ergebnisse unserer aktuellen Konjunkturumfrage umso erfreulicher“, ordnet Garrelt Duin, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln, die gegenwärtige Geschäftslage fürs regionale Handwerk ein. „Unsere Mitgliedsbetriebe zeigen sich damit als verlässlicher Stabilitätsanker in wirtschaftlich unruhigen Zeiten.“

Jedes zweite der insgesamt 811 Handwerksunternehmen, die an der Umfrage teilgenommen haben, spricht derzeit von einer guten Geschäftslage. Die Note „befriedigend“ vergeben 38 Prozent der Betriebsinhaber. Der Anteil der Betriebe, die die Geschäftslage als schlecht einstufen, hat sich innerhalb eines Jahres von 26 auf zwölf Prozent reduziert. Besonders zuversichtlich zeigen sich die Bau- und Ausbaubranchen: Für 57 Prozent der Unternehmen des Bauhauptgewerbes - im Dachdecker-Handwerk sind es sogar 65 Prozent - laufen die Geschäfte gut. Im Ausbaugewerbe ist der Anteil der Betriebe mit guter Geschäftslage von 58 Prozent im Frühjahr 2021 auf inzwischen 66 Prozent gestiegen.

Die mit Gebäudetechnik und Innenausbau befassten Handwerkszweige sind laut der diesjährigen Frühjahrsumfrage die Konjunkturlokomotiven des Handwerks. Beispielsweise haben insgesamt 81 Sanitär- und Heizungsbaubetriebe den Fragebogen der Handwerkskammer ausgefüllt, von denen aber nur zwei die Antwort „schlechte Geschäftslage“ ankreuzten. Fast drei Viertel der Unternehmen sprechen von guten Geschäften. Diese gute Note vergeben ebenfalls zwei Drittel der Elektrobetriebe und der Tischlereien.

Nicht so euphorisch wie in den Baubranchen ist die Stimmung im Kraftfahrzeughandwerk. Dennoch hellt sich auch in dieser Branche das Konjunkturbild auf: Vor einem Jahr stuften 36 Prozent der Kfz-Betriebe die Lage als schlecht ein, inzwischen sind es nur noch 21 Prozent der Befragten. Gleichzeitig ist der Anteil der Betriebe, die von guten Geschäften sprechen, innerhalb eines Jahres von 23 auf 27 Prozent gestiegen.

Im ersten Quartal des vergangenen Jahres waren Friseur- und Kosmetikbetriebe, Maßschneider und Fotografen besonders hart von betrieblichen Einschränkungen getroffen, 62 Prozent der Befragten sprachen daher in der Frühjahrsumfrage 2021 von einer schlechten Geschäftslage. Schlechte Geschäfte beklagen weiterhin 28 Prozent der Betriebe aus dieser Gruppe, nur jeder fünfte Betriebsinhaber vergibt in diesem Frühjahr die Note gut. Fast ein Drittel zeigt sich zuversichtlich, dass sich die Lage in den kommenden Monaten verbessern wird.