Köln/Bonn: Flughafen Köln/Bonn: Jetzt auch noch Mängel beim Brandschutz

Köln/Bonn: Flughafen Köln/Bonn: Jetzt auch noch Mängel beim Brandschutz

Der Flughafen Köln/Bonn hat Probleme mit dem Brandschutz. Wie das WDR-Magazin "Westpol" herausgefunden hat, gibt es gravierende Brandschutzmängel, die offenbar über Jahre nicht behoben wurden.

Köln. Der Flughafen Köln/Bonn kommt nocht zur Ruhe: Nach Problemen um den Flughafenchef stehen jetzt auch noch Probleme mit dem Brandschutz im Raum. Wie das WDR-Magazin "Westpol" herausgefunden hat, gibt es gravierende Brandschutzmängel, die offenbar über Jahre nicht behoben wurden. Außerdem sei zu wenig Geld in Wartung und Instandhaltung investiert worden.

Basis der Aussagen sind interne Dokumente und Brandschutzberichte aus dem Unternehmen, die dem Magzin vorliegen, darunter auch ein Protokoll vom vergangenen August. Darin heißt es, dass die Anlagen im Terminal 1 teilweise in einem "desolaten und veralteten Zustand" seien. Deshalb befürchten die internen Experten des Flughafens, dass sich dort bei einem Brand Rauch ausbreiten könnte. Der Grund: mangelhafte Brandschutzklappen und Durchbrüche in Decken und Wänden, die nicht fachgerecht verschlossen wurden. Zudem seien alte Kabel und Leitungen nicht entfernt worden und ein Risiko im Brandfall. Der Wuppertaler Sachverstädige Matthias Dietrih äußerte gegenüber "Westpol" seine Besorgnis über die Vielzahl der Mängel.

Der Flughafen Köln Bonn wollte sich laut WDR nicht äußern. Er verwies auf laufende Ermittlungen. Der beurlaubte Flughafenchef Michael Garvens betonte in einer Stellungnahme, ein detaillierter Brandschutzbericht habe dem Aufsichtsrat jedes Jahr vorgelegen. Eine Gefahr für "Leib und Leben" sowohl der Passagiere als auch der Mitarbeiter habe es nicht gegeben.

Garvens war gerade beurlaubt worden, weil er Fehlentscheidungen zu verantworten haben soll, die seinen Arbeitgeber mehr als eine Million Euro kosten sollen.

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