Spielen : Ein Pool voll mit Lego-Steinen

Im Odysseum gibt es bis Ende Juni das Fanevent „Bricklive“ mit zehn spannenden Mitmachstationen und einer Ausstellung mit Fabelwesen.

Es dauert nur Bruchteile von Sekunden, bis die Kinder den großen Lego-Pool mit den großen Duplo-Steinen entdeckt und geentert haben. Wird zunächst noch in den laut knirschenden Stein getobt, beginnen schon bald die ersten Kinder, aus den Steinen etwas zu bauen – Figuren entstehen genauso wie bunte Gebäude.

Der Pool direkt am Eingang der Sonderausstellungsfläche des Odysseums ist nur eine Attraktion des Lego-Fanevents „Brickline“, das noch bis zum 30. Juni an der Corintostraße in Köln zu sehen ist. Durch die ganze Welt reisen diese Veranstaltungen von den USA über Asien bis nach Europa, in Deutschland ist diese erstmals zu Gast. Zuvor war sie in Dallas zu sehen. Dabei geht es nicht nur um Schauen und Staunen, sondern vor allem um Mitmachen und ums Kreativsein.

Drei Millionen Steine
für eine Ausstellung

Zehn Mitmachstationen gibt es in den beiden Räumen, in denen bis zu 600 Besucher gleichzeitig Platz finden. Täglich werden mehrstündige Slots am Vor- und am Nachmittag angeboten, die vorab gebucht werden können. Insgesamt drei Millionen Steine können vor Ort verbaut werden. 250.000 davon finden sich in den beiden Pools. Der zweite mit kleinen roten Steinen ist für die etwas älteren Kinder gedacht, die Duplo-Variante für die Kleinen.

Es gibt verschiedene Themenbereiche wie zum Beispiel Star Wars, wo unter anderem die Raumschiffe der Sternenkrieger nachgebaut werden können. Für die Mädchen dürfte Lego-Friends besonders attraktiv sein, wo Olivia, Mia & Co auf ihre Fans warten. Dazu kommen die Themenbereiche Ninjago und Minecraft.

Auf einer großen Deutschlandkarte können die Besucher die Sehenswürdigkeiten ihrer Heimatstädte, darunter natürlich auch den Kölner Dom aus Lego-Steinen nachbauen und entsprechend platzieren. Wer ganz frei von Vorbildern Gebäude entwerfen und bauen will, ist in der Architekturzone richtig. Auf den Tischen liegen viele Steine, Baupläne gibt es dort aber nicht. So sind Kreativität, Geschick und Fantasie gefragt – ein Angebot, dass auch ältere Fans erfreuen dürfte. So können schnell Großbaustellen für ganze Städte entstehen.

Rasant geht es auf den vier Rennbahnen zu, allerdings müssen die dazu gehörigen Rennwagen erst selbst gebaut werden. Und wenn die Rennen entschiedenen sind, gibt es die stilechte Siegerehrung – natürlich mit einem Pokal aus gelben Lego-Steinen. Spannend ist auch die Graffitiwand, wo mit Lego-Steinen „gemalt“ werden kann.

Wilde Tiere und Fabelwesen
aus der Antike

Was man alles aus den kleinen bunten Steinen machen kann, zeigen zertifizierte Lego-Baumeister wie Duncan Titmarsh, der den Guinness-Rekord für das größte Bauwerk aus Lego-Steinen hält. Zu sehen sind in einer Ausstellung zwischen den Mitmachstationen wilde Tiere genauso wie fabelhafte Wesen aus der Antike wie Minotaurus oder Zentrauren in Lebensgröße. Diese wurden in sechs Monaten aus fast einer Million Steine zusammengebaut. Auch die Götterlatschen von Hermes sind zu bewundern – an ihnen hat ein professioneller Baumeister etwa elf Stunden gebastelt. Direkt daneben finden sich Harpyien, die aus bis zu 42.000 Steinen bestehen.

In Duisburg gibt es im April eine Star-Wars-Schau mit Lego

In NRW wird es in diesem Jahr noch zwei weitere Lego-Ausstellungen gibt: Im April in Duisburg zum Thema Star Wars und im Herbst im Kölner Odysseum zu den Dinosauriern. Dort werden 60 verschiedene Figuren präsentiert.

Für die aktuelle Schau wurde extra ein großes Aufräumteam an den Start gebracht, das nach jedem Slot die beiden Räume wieder auf Vordermann bringt, wenn die kleinen Besucher ihre XXL-Kinderzimmer mal wieder nicht aufräumen möchten.

Und wenn dem einen oder anderen kleinen Gast der eine oder andere Stein in die Hosentasche gerutscht sein sollte, gibt es am Ausgang den „Ups – Habe etwas vergessen“-Korb. Im Shop könnten die besonderen Lego-Figuren der Schau aber auch zum Nachbauen für Zuhause käuflich erworben werden.

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