David Garretts „Unlimited“-Tour in Köln: Darauf dürfen sich Fans freuen

Konzert : David Garretts „Unlimited“-Tour in NRW - Was die Fans erwartet

Bald kommt der Stargeiger mit seinen größten Hits nach Köln und Oberhausen. Unserem Autor hat David Garrett verraten, worauf sich die Fans freuen dürfen.

Musikalische Grenzen zu überwinden, ist das Lebensmotto des Aachener Stargeigers David Garrett, dessen Crossoverprojekt in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert. Insgesamt gab es in dieser Zeit zehn Alben von Garrett. Unter dem Titel „Unlimited – Greatest Hits“ kommt er im Mai auf große Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Am 11. Mai ist er in der Oberhausener Arena, am 12. Mai in der Kölner Lanxess-Arena. Los geht es am 4. Mai in Chemnitz. Davor sind sechs Tage Proben mit dem neuen Set geplant.

„Das Projekt hat in den kleinen Sälen begonnen und es hat viel Aufbauarbeit gebraucht, um es groß zu machen. Dann ist aber alles schneller gegangen, als wir es uns erträumt hatten. Jetzt sind wir in den großen Arenen unterwegs, was für mich eine große Ehre ist. Bei der jetzt anstehenden Tour, werden wir mit einem komplett neuen Konzept an den Start gehen“, verspricht Garrett.

Für die Bühnenshow werden
neue Techniken eingesetzt

Dazu zählt auch die Nutzung neuer Techniken etwa aus den Bereichen Computerspieler oder Animation. So erscheint Garrett auf einen überdimensionalen Livebild mitten in Flammen oder in den Tiefen des Ozeans. Alles passiert zentral auf der Bühne, sodass die Zuschauer nicht mehr links oder rechts auf Leinwände schauen müssen. Und alles ist genau synchron zum realen Geschehen auf der Bühne, was Garrett sehr wichtig ist.

„Ich bin als Künstler immer offen für neue Techniken und neue Showideen. Das Ganze darf aber die Musik nicht erdrücken, sondern sollte diese nur unterstützen. Gefragt ist die perfekte Symbiose aus Musik und Show. Das neue Konzept ist spektakulär und wird unser Publikum begeistern“, ist sich der Geiger sicher.

Musikalisch war Garrett schon immer für Neues offen: „Ich habe in New York klassische Musik studiert. Dabei bin ich über andere Studenten auch mit anderen Musikbereichen in Berührung gekommen. Auch privat habe ich nicht nur Klassik gehört. Da war das Crossoverprojekt nur konsequent und ist uns auch ganz gut gelungen.“

Zu den Genres gehören neben der Klassik Rock und Pop genauso wie RnB, Jazz oder Filmmusik. „Man sollte keine Berührungsängste haben, solange die Qualität stimmt, ist alles möglich. Bei der aktuellen Tour reicht die Spanne von AC/DC und Metallica über Michael Jackson bis zu Debussy und Beethoven. Es wird sehr energievolle Stücke geben, aber auch ruhigere und intimere Momente.“

Die zehn Jahre Crossover seien sehr schnell vorbeigegangen, auch wenn viele Erinnerungen geblieben sind. „Es gab sehr viel zu tun. Ich war jedes Jahr acht bis neun Monate unterwegs.“ Und das gilt weltweit – mit der letzten Tour ging es unter anderem auch nach Russland, Südosteuropa und Mexiko. Die aktuelle Tour wird Garrett neben dem deutschsprachigen Raum auch nach Polen, ins Baltikum sowie nach Asien und erstmals nach Australien führen. Für 2020 stehen dann Frankreich, Großbritannien und die USA auf dem Programm.

„Für mich ist das Reisen ein Erlebnis, auch wenn ich nicht gerne fliege. Ich versuche das Konzert immer zumindest in Teilen in der Landessprache zu moderieren. Zum Glück haben meine Eltern viel Wert auf Sprachen gelegt. Ich mache aber auch extra Sprachtraining, wenn ich eine Sprache nicht beherrsche. Am schwierigsten sind für mich Portugiesisch und Rumänisch“, berichtet der Geiger, der bei einem Auftritt in Bozen mit einer dreisprachigen Moderation seine Fans begeisterte. „In Mexiko und Brasilien war die Begeisterung allerdings so groß, dass ein zweiter Gang ins Publikum auch mit Sicherheitsleuten nicht mehr möglich war.“

Ans Rheinland hat der gebürtige Aachener beste Erinnerungen. „Bevor ich 18 war, durfte ich mit meinen Eltern sicher mehr als 100 Mal in die Philharmonie. Wir waren aber auch oft in der Düsseldorfer Tonhalle.“

Fitness ist für Garrett wichtig: „Wir haben im Mai 19 Konzerte à zweieinhalb Stunden an 25 Tagen, das ist anstrengend. Da sollte man fit sein. Wichtig ist aber vor allem die Vorbereitung am Instrument. Viele der Stücke sind nicht einfach – egal ob sie aus der Klassik oder dem Crossover-Bereich stammen. Natürlich muss man sich bei einer so langen Show auch einiges merken. Dazu gehört nicht nur der eigene Part, sondern auch die der Kollegen auf der Bühne. Ich bin da ein Teamplayer. Zum Glück war ich bei den neuen Arrangements beteiligt, das macht einiges einfacher.“

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