Interview : Das Jahr der erfüllten Träume

2018 konnte Sänger Nico Santos viele Erfolge feiern. Jetzt geht er auf Tour und kommt ins Kölner E-Werk und an den Tanzbrunnen.

Kein anderer Künstler war 2018 so erfolgreich in den deutschen Radiocharts wie Nico Santos. Mit „Safe“ (Platz acht), „Rooftop“ (Platz 17) und der aktuellen Single „Oh Hello“ (67) steuerte der Popsänger und Songschreiber gleich drei Hits zu den Top-100-Airplay-Jahrescharts bei. Das macht Nico Santos zu einem der meistgefragtesten Singer/Songwriter Deutschlands.

Mit dem Album „Streets Of Gold“, das im Oktober 2018 veröffentlicht wurde, zeigt sich Nico Santos facettenreich und doch stringent. Brilliant und kraftvoll produziert, stilistisch zwischen R’n’B, Rock und Soul changierend, war es vor allem seine zubeißende Stimme, die zu den Millionen sprach: Hier ist einer, der singt wie eine Raubkatze. In seinen Songs nähert sich Nico Santos Themen wie Liebe, Eifersucht, Identität, Credibility, Stolz, das Gesetz der Straß, die Geschichten der Nacht. Er selbst sieht das Album wie ein „in Musik gefasstes Tagebuch“.

Nach dem sein Konzert im Kölner E-Werk am kommenden Samstag komplett ausverkauft ist, kommt der Musiker am 17. März 2020 zu einem weiteren Auftritt ins Kölner Palladium. Eine weitere Chance Nico Santos in der Domstadt zu erleben, ist am 10. und 11. August das Vivawest Family Festival am Tanzbrunnen in Deutz.

2018 war für Sie ein höchst erfolgreiches Jahr.

Nico Santos: Das war wohl das spannendste Jahr in meinem bisherigen Leben. Da sind viele Träume in Erfüllung gegangen. Das Reisen und das Spielen mit der eigenen Band war eine sehr coole Zeit für mich.

Was hat sich durch den Erfolg für Sie verändert?

Santos: Man sieht die Familie und die Freunde natürlich etwas seltener. Aber ich versuche immer wieder, diese zu mir zu holen, wenn ich auf Tour bin. Und wenn ich mal ein paar freie Tage habe, geht es direkt nach Mallorca, um dort Zeit mit der Familie zu verbringen.

Wie groß ist jetzt der Erfolgsdruck?

Santos: Ich habe mir schon immer selbst Druck gemacht, weil ich mich nicht mit dem, was ich erreicht habe, zufriedengeben will. Druck führt dazu, dass man sich weiterentwickelt, weil man etwas erreichen möchte. Ich bin immer darauf gespannt, was mir die Zukunft noch bringt. Aktuell arbeite ich an neuen Songs und freue mich auf die Tour, die Ende April beginnt. Dafür proben wir gerade mit der Band.

Wie entstehen die neuen Songs normalerweise?

Santos: Das ist immer etwas anders. Manchmal kommt die Idee im Flieger, oft setze ich mich aber auch ganz gezielt ins Studio und arbeite konzentriert an den neuen Stücken. Inspiration zu den Songs gibt es ständig, da muss man sich schnell Notizen machen, damit man die Idee nicht wieder vergisst.

Wie sind Sie zur Musik gekommen?

Santos: Meine Eltern sind beide Musiker. Mit drei habe ich eine Videokassette von Michael Jackson geschenkt bekommen und habe die Sachen direkt selbst einstudiert. Ich wollte schon immer Musiker werden und habe die Instrumente im Studio meines Vaters geliebt. Später bin ich dann durch Mallorca getourt.

Was erwartet die Fans bei den jetzt anstehenden Konzerten?

Santos: Das wird eine sehr energievolle Show mit vielen neuen Songs und vielen Überraschungen. Dafür haben wir intensiv geprobt.

Welche Beziehung haben Sie zu Köln?

Santos: Ich habe anderthalb Jahre in Köln gelebt und meine meisten Kumpels leben in der Stadt. Die Gästeliste für den Auftritt am 27. April im ausverkauften E-Werk ist entsprechend voll. Auf dieses Konzert freue ich mich sehr.

eventim.de

Mehr von Westdeutsche Zeitung