Musik „Da werden uralte Sehnsüchte wahr“

Köln · Die norddeutsche Band Santiano steht für unbändige Sehnsucht, grenzenlose Freiheit und das große Abenteuer. Die Erfolgsgeschichte von Santiano wurde vor allem auf der Bühne geschrieben, wo sich die Faszination der Band auf besondere Art und Weise entfaltet.

 Santiano nehmen ihre Kölner Fans in der Arena mit ins geheimnisvolle „Doggerland“.

Santiano nehmen ihre Kölner Fans in der Arena mit ins geheimnisvolle „Doggerland“.

Foto: Semmel Concerts/Chris Heidrich

Auf ihrer „Doggerland“-Tour kommt die Band am Dienstag, 16. April, in die Kölner Arena. Weitere Termine gibt es am 15. April im Rather Dome in Düsseldorf und am 10. Oktober in der Oberhausener Arena. Wir haben vorab mit dem Santiano-Frontmann Björn Both gesprochen.

Welche Beziehung haben Sie zur Kölner Arena?

Björn Both: Das ist eine sehr große Halle und bislang haben wir es noch nicht geschafft, diese bei unseren drei Konzerten auszuverkaufen. Insofern ist das aktuelle Gastspiel einmal mehr eine Herausforderung. Dennoch ist das für uns der Ort, um unsere Kölner Fans zu treffen. Auch, wenn die Halle nicht komplett voll wird. Schon zu Beginn unserer Karriere waren wir sehr oft in Köln und haben in der Stadt auch bereits viel erlebt. Wir sind gerne in der Region und daher gibt es bei der aktuellen Tour neben dem Köln-Konzert auch weitere Auftritte in Düsseldorf und Oberhausen.

Mittlerweile gibt es Santiano seit zwölf Jahren. Wie hat sich die Band verändert und entwickelt?

Both: Zu Beginn hätten wir bei größtem Optimismus nie erwartet, dass aus diesem Projekt das wird, was es heute ist. Jetzt arbeiten wir weiter an der Marke Santiano, weil wir wollen, dass dieser Erfolg auch langfristig und nachhaltig anhält, was alles andere als selbstverständlich für uns ist. Dass wir so erfolgreich sind, verdanken wir aber in erster Linie unserer großen und guten Fanbase.

Gibt es weitere Geheimnisse des Erfolgs?

Both: Wir sind da wohl die geheimisloseste Band, die es überhaupt gibt. Die Dinge sind bei uns meistens so, wie sie zu sein scheinen. Wir lieben das Meer und erzählen nicht nur darüber. Und wenn wir uns für etwas engagieren, stehen wir voll hinter der Sache. Wir machen als Band eine riesengroße Welt auf, die eine tiefe menschliche Sehnsucht widerspiegelt. Denn wir schauen hinter den Horizont und nehmen unsere Fans mit auf eine Reise, bei der jeder mit dabei sein möchte. Da werden uralte Sehnsüchte wahr. Abgesehen davon ist die Welt auf dem Schiff auch in schwierigen Zeiten immer überschaubar. Da muss man zusammenhalten und Verantwortung für die anderen übernehmen.

Das aktuelle Album trägt den Titel „Doggerland“, was hat es damit auf sich?

Both: Doggerland bezeichnet den Teil des Nordseebeckens, der in der letzten Kaltzeit trocken lag. und eine Landbrücke zwischen Großbritannien und Jütland, an der heutigen niederländischen, deutschen und dänischen Nordseeküste. Das Land wurde in der Steinzeit von Jägern und Sammlern besiedelt und verschwand unter dem Meer, als die Polkappen zu schmelzen begannen. Eines der letzten Relikte davon ist das heutige Helgoland. Wir selbst sind unzählige Male über dieses Gebiet direkt vor unserer Haustür gesegelt und haben es erst jetzt für ein Album neu für uns entdeckt. Das Album handelt aber nicht nur vom Doggerland, sondern erzählt auch andere Geschichten.

Das Meer gehört bei Ihnen auch heute noch fest zum Leben?

Both: Wir werden diesen Sommer wieder ausgiebig und lange auf dem Meer verbringen und wollen uns dort inspirieren lassen. Das Meer wird als Sehnsucht immer unser Leben bestimmen.

Was erwartet die Fans bei der Show in der Kölner Arena?

Both: Wo Santiano draufsteht, wird Santiano drin sein! Wir werden uns wie schon bei früheren Shows sicher nicht lumpen lassen und alles auf der Bühne bildgewaltig unterstützen. Es wird diesmal auch wieder einen starken Support-Act geben, der auch in unserem Konzert noch einmal eine wunderbare Rolle spielt. Gerade laufen noch die letzten Vorbereitungen. Es wird ein rauschendes Fest mit vielen Songs des neuen Albums. Die Auswahl fällt bei einem Repertoire von mehr als 100 Songs inzwischen aber immer schwerer, da wir maximal 25 spielen können. Das bringt immer harte Entscheidungen mit sich.

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