Bahn Bahn setzt Arbeiten für den Neubau des elektronischen Stellwerks fort

Köln · Die Deutsche Bahn (DB) modernisiert auch im kommenden Jahr weiter ihre Infrastruktur für den verlässlichen Verkehr auf der Schiene. Um die Auswirkungen der damit verbundenen Bauarbeiten für die Fahrgäste und Anwohner so gering wie möglich zu halten, bündelt die DB möglichst viele Einzelprojekte und nutzt vor allem auch die Nachtstunden.

 Die Arbeiten wirken sich ab dem 6. Januar auch auf den Bahnverkehr aus.

Die Arbeiten wirken sich ab dem 6. Januar auch auf den Bahnverkehr aus.

Foto: dpa/Oliver Berg

Von Freitag, 6. Januar, 21 Uhr, bis Freitag, 10. Februar, 21 Uhr, setzt die DB zahlreiche Maßnahmen im Großraum Köln/Bonn sowie zwischen Köln und Koblenz um.

Für den Neubau des elektronischen Stellwerks (ESTW) „Linke Rheinseite“ setzt die DB ihre Arbeiten fort. So führen die Bauexperten umfangreiche Kabel- und Oberbauarbeiten zwischen dem Kölner Hauptbahnhof und Hürth Kalscheuren durch. Hier gründen sie 18 neue Signalfundamente und montieren 65 neue Signale sowie zwei Signalausleger. Außerdem stellen sie neue Modulgebäude in Köln-West und Hürth-Kalscheuren fertig.

Deutsche Bahn investiert
rund 100 Millionen Euro

Die Modulgebäude sind wichtige Ausbausteine für das Projekt ESTW „Linke Rheinseite“. Von dort aus werden künftig sämtliche Weichen und Signale im Bahnhof Hürth-Kalscheuren gesteuert. Das neue Stellwerk wird mit moderner Technik ausgestattet, damit es auch mit künftigen Technikgenerationen kompatibel ist. Um den Knoten Köln fit für die Zukunft zu machen, investiert die DB insgesamt rund 100 Millionen Euro in das neue elektronische Stellwerk.

Außerdem finden von Montag, 9. Januar, 22 Uhr, bis Montag, 23. Januar, 6 Uhr, auf der Strecke zwischen Bonn Hauptbahnhof und Bonn-Bad Godesberg Nord Kabeltiefbauarbeiten statt. Vor allem in den Nächten von 22 bis 6 Uhr sowie durchgehend an den Wochenenden arbeiten die Baufachexperten unter anderem an einem Kabelführungssystem. Die Baustelle wandert auf einer Länge von rund 18 Kilometern von Bonn nach Oberwinter. Die Arbeiten auf der Strecke werden zunächst bis voraussichtlich Mai 2023 bestehen.

Das elektronische Stellwerk Bonn-Bad Godesberg umfasst auch ein neues Stellwerk im Bahnhof Bonn-Mehlem. Insgesamt wird die Stellwerkstechnik auf dem Abschnitt von Bonn-Bad Godesberg Nord bis Neuer Weg erneuert. Für das neue moderne Stellwerk investiert die DB rund 50 Millionen Euro.

Im Raum Köln werden weitere Einzelmaßnahmen zur Instandhaltung und Modernisierung von Weichen und Gleisen umgesetzt. So werden die Gleiserneuerungen zwischen Köln-West und Köln-Nippes von Freitag, 6. Januar bis Montag, 6. Februar jeweils an den Wochenenden ab freitags, 21 Uhr, bis montags, 5 Uhr, fortgesetzt. Eine Weiche im Bereich des Bahnhofs Köln-Süd wird am Wochenende des 21./22. Januar erneuert. Ab Montag, 23. Januar, bis Montag, 6. Februar, werden außerdem sechs Weichen im Rangierbahnhof Eifeltor ausgewechselt. Insgesamt werden hier bis voraussichtlich Mitte April 19 Weichen erneuert.

Die Bahn leitet die zwischen Koblenz und Köln fahrenden Fernverkehrszüge über die Strecken auf der rechten Rheinseite um. Dadurch verlängert sich die Reisezeit für Kunden um etwa zehn Minuten. Gleichzeitig können die IC/ICE wegen der Umleitung nicht in Andernach, Remagen, Bonn und am Kölner Hauptbahnhof halten. Stattdessen legen die Züge einen zusätzlichen Stopp in Köln Messe/Deutz ein, die IC halten außerdem in Bonn-Beuel. In Koblenz/Frankfurt beziehungsweise im Ruhrgebiet startende Züge fahren bis zu 15 Minuten früher ab, um ab Köln weiter in Richtung Norden beziehungsweise ab Koblenz weiter in Richtung Süden wieder zu ihrer Regelfahrzeit fahren zu können.

Auch im Nahverkehr kommt es zu Einschränkungen wie Fahrt- und Haltausfällen sowie Umleitungen. Betroffen ist auch die rechte Rheinseite (RE 8). Die Auswirkungen fallen je nach Bauphase und Linie unterschiedlich aus. Betroffen von Haltestellen-Ausfällen sind der RE 5, RE 8, RE 12, RE 22, RB 26, RB 30 und RB 48. Nahverkehrskunden, die Zeitkarten für die Strecke Köln-Koblenz besitzen, dürfen von Montag, 9. Januar, bis Freitag, 10. Februar die Fernverkehrszüge in diesem Abschnitt ohne Aufpreis nutzen. 

Die Fahrplanänderungen sind in den Online-Auskunftssystemen der Deutschen Bahn enthalten und werden zusätzlich über Aushänge an den Bahnsteigen bekannt gegeben. Die Bahn empfiehlt allen Reisenden, sich vor Fahrtbeginn in den Auskunftsmedien oder im Navigator der Deutschen Bahn zu informieren.

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