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Via Culturalis: Auftakt für die Aufwertung des Kulturquartiers

Via Culturalis : Auftakt für die Aufwertung des Kulturquartiers

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich auf dem Günter-Wand-Platz an der Gürzenichstraße hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker den Auftakt für die Aufwertung des Kulturquartiers Via Culturalis gegeben.

„Unser Kulturquartier gewinnt weiter an Qualität. Während wenige Meter entfernt die Freitreppe zum Kapitolshügel Formen annimmt, starten wir hier mit der Umgestaltung der Gürzenichstraße ein weiteres beispielgebendes Projekt für die Zukunft der Via Culturalis. Ein Bestandteil ist das Ziel einer einheitlichen Gestaltung der Baustellenzäune im Bereich der Via Culturalis. So soll erreicht werden, dass bereits während der Bauzeit das Stadtbild aufgewertet wird“, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Im Sinne einer Ausstellung im öffentlichen Raum werden Inhalte zu den Themen ‚Stadt – Kultur – Geschichte‘ aufbereitet. Bereits 2021 wurde dies im Sinne eines Pilotprojekts an der nördlichen Domtreppe umgesetzt und soll künftig im Bereich Via Culturalis fortgeführt werden.

Der Straßenraum zwischen Heumarkt und Hohe Straße, einschließlich der Fläche des Günter-Wand-Platzes, wird neu geordnet und durch barrierefreie Oberflächen in Naturstein aufgewertet. Dadurch entsteht ein harmonischer Bezug zu den angrenzenden Straßen der Altstadt und zum gesamten Gürzenichquartier. Die Aufenthaltsqualität in diesem kulturbedeutenden öffentlichen Raum soll durch elegantes Stadtmobiliar zusätzlich erhöht werden. Dabei bleiben die bestehenden Stadträume in ihren Proportionen wahrnehmbar und die historischen und kulturellen Bauten treten in den Vordergrund. 

Die Kosten belaufen sich auf rund 6,4 Millionen Euro. Die Via Culturalis wird im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ mit rund 5,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.

Die Via Culturalis ist eine Maßnahme des Städtebaulichen Masterplans Innenstadt Köln. Sie beschreibt das Vorhaben, die Zeitspuren von zwei Jahrtausenden Stadt- und Kulturgeschichte im öffentlichen Raum zwischen Dom und St. Maria im Kapitol sichtbar und erlebbar zu machen. Der Gestaltungsansatz für den Gesamtraum Via Culturalis zielt auf eine Vereinheitlichung der Straßenquerschnitte innerhalb der „Kernzone Kulturpfad“ und eine Einbindung in ein übergeordnetes Gestaltungskonzept ab. Mit der Freitreppe an St. Maria im Kapitol, die sich bereits seit November 2021 im Bau befindet, und der Neugestaltung der Gürzenichstraße wird die Aufwertung des südlichen Teils der Via Culturalis nun realisiert.

Die Gürzenichstraße bleibt Einbahnstraße parallel zum Gürzenich-Gebäude. Der westliche Teil, zwischen Große und Kleine Sandkaul, wird in eine Fußgängerzone umgewandelt. Die fußgängerfreundliche Verbindung zwischen Heumarkt und Schildergasse wird durch einen Überweg über die Kleine Sandkaul weiterhin sichergestellt.

Der eigentlichen Umbaumaßnahme gehen Kanalbauarbeiten voraus, die derzeit zwischen Heumarkt und Kleine Sandkaul durchgeführt werden. Mit der Umgestaltung der Verkehrsflächen wird voraussichtlich Ende Juni begonnen. Die gesamten Arbeiten sollen rund zweieinhalb Jahre dauern.