Arbeiter in Baustelle von Lkw erfasst und getötet - A3 gesperrt

Autobahn : Arbeiter in Baustelle von Lkw erfasst und getötet - A3 gesperrt

In den frühen Morgenstunden verliert am Freitag ein Lkw-Fahrer auf der A3 die Kontrolle, er fährt in eine Baustelle und erfasst einen Arbeiter. Kein Einzelfall.

Beim Abbau einer Baustelle ist ein Arbeiter auf der Autobahn 3 bei Köln von einem Lastwagen erfasst und tödlich verletzt worden. Der Lkw-Fahrer aus Köln sei gegen 4.30 Uhr in Richtung Frankfurt aus bislang ungeklärter Ursache in die Baustelle gefahren, teilte die Polizei am Freitag mit. Die beiden Kollegen des getöteten 48-jährigen Kölners seien unverletzt geblieben. Die A3 wurde zwischen Köln-Dellbrück und dem Autobahnkreuz Köln-Ost Richtung Frankfurt gesperrt. Hinweise zu dem Unfallgeschehen nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0221/229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen.

Laut Polizei stehen Lkw-Fahrer und die Kollegen des getöteten Bauarbeiters unter Schock. Sie werden von Notfallseelsorgern betreut. Die Autobahn ist in Richtung Frankfurt bis mindestens 12 Uhr gesperrt. Gegen 10 Uhr staut sich der Verkehr laut WDR Verkehrsmeldungen auf etwa 8 Kilometern. Die Polizei leitet den Verkehr ab dem Kreuz Köln-Ost um.

Der 48-jährige Bauarbeiter habe nicht für die Straßenbauverwaltung, sondern für ein privates Unternehmen gearbeitet, teilte der Landesbetrieb Straßen.NRW mit. „Egal, für wen man arbeitet: Der Auf- und Abbau zum Beispiel von Pylonen und Schildern ist eine besonders gefährliche Arbeit, die Menschen sind einem hohen Risiko ausgesetzt“, sagte der Leiter des Stabs Arbeitssicherheit bei Straßen.NRW, Michael Höhne, auf Anfrage. Die Mitarbeiter hielten sich erstens in einem noch ungesicherten Bereich auf. „Zum anderen stellen wir immer wieder fest, das Autofahrer dort unkonzentriert sind, dass sie zu schnell fahren und zu spät reagieren.“

Das Risiko, tödlich zu verunglücken, ist laut Straßen.NRW für Mitarbeiter der Meistereien des Landesbetriebs 13 Mal höher als in anderen Berufen der Branche. „Statistisch gesehen kommt jedes Jahr ein Mitarbeiter bei solchen Arbeiten ums Leben“, sagte Höhne.

(red/dpa)
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