„Köln ist mein Heimathafen“

„Köln ist mein Heimathafen“

Auf seiner neuen CD besingt Wolfgang Niedecken auch seine familiären Wurzeln und Kindheit in Köln.

Köln. Wolfgang Niedecken hat soeben sein neues Soloalbum „Das Familienalbum — reinrassije Strooßekööter“ veröffentlicht. Darin besingt der BAP-Frontmann auch seine familiären Wurzeln und seine Kindheit in Köln. Bei einem Streifzug durch seine Heimatstadt spricht der Künstler darüber, was Heimat für ihn bedeutet und warum es wichtig ist, immer in Bewegung zu bleiben.

In New Orleans hat er sein neues Album aufgenommen, in Afrika fördert er Hilfsprojekte und wenn er auf Tournee ist, füllt er deutschlandweit Hallen: „Aber Köln ist mein Heimathafen. Der Ort, von dem ich immer wieder aufbrechen, und in den ich immer wieder zurückkehren kann“, sagt Wolfgang Niedecken. Hier kennt der 66-jährige Künstler und BAP-Frontmann jede Ecke und unzählige Leute, hier fühlt er sich wohl und geborgen. Denn Heimat, das ist schließlich immer auch ein ,Jeföhl’.

„Als ich Kind war, hat sich mein ganzes Leben innerhalb eines 800 Meter großen Radius abgespielt“, erinnert sich Niedecken. Diese Kindheit und seine familiären Wurzeln sind zwei wichtige Themen auf Niedeckens neuer Soloplatte „Das Familienalbum — reinrassije Strooßekööter“. Zwischen den vielen Terminen kehrt er aber immer wieder zurück in sein ,Veedel’: Das Severinsviertel, in dem seine Eltern einst ihren Lebensmittelladen betrieben, ist bis heute Niedeckens Rückzugsraum und eine Quelle seiner Inspiration.

Welche Orte ihn besonders inspirieren, zeigt Niedecken bei einem Streifzug zu den Fixsternen in seinem Kölner Kosmos. Da ist beispielsweise das ,Früh em Veedel’, eine Kneipe von 1886, in der schon Niedeckens Großvater, ein Kirchenmaler, an der Theke stand und bei Kölsch und Schabau über die Welt philosophierte. Oder der Turm der Severinstorburg. Die Oma von Niedeckens bestem Freund Hans war hier Hausmeisterin und ließ die Jungs manchmal hinauf auf die Zinnen, von denen aus der kleine Wolfgang verträumt gen Süden schaute. „Bei gutem Wetter konnte man das Siebengebirge sehen, aber für uns waren das natürlich die Alpen. Und hinter den Alpen, das weiß man ja, kommt Italien und dann ein Meer und schon ist man in Afrika.“

Nach Afrika ist Niedecken Jahre später als Sonderbotschafter der Hilfsaktion „Gemeinsam für Afrika“ immer wieder gekommen. Und auch heute ist er noch viel unterwegs — für seine zahlreichen Projekte und Konzerte.

2019 ist Niedecken wieder auf Tour. In der ganzen Republik wird er in vollen Hallen spielen. Immer in Bewegung zu bleiben, ist ihm als Künstler wichtig. Genauso wichtig, wie immer wieder in seinen Heimathafen zurückzukehren.

Mehr von Westdeutsche Zeitung