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Köln ist auf Jecken gut vorbereitet

Köln ist auf Jecken gut vorbereitet

Die neue Session startet heute mit einer großen Feier auf dem Heumarkt. Ordnungsamt und Polizei sind mit vielen Kräften im Einsatz.

Köln. Zur heutigen Eröffnung der Karnevalssession hat die Stadt gemeinsam mit Landespolizei, Bundespolizei sowie KVB, AWB und Rheinenergie ein Sicherheitspaket abgestimmt. Unter der Leitung des Amtes für öffentliche Ordnung wird ganztägig und bei Bedarf bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags ein Koordinierungsstab tagen. In diesem Gremium stimmen die Beteiligten ihre Entscheidungen und Vorgehensweisen ab.

Dort sind neben dem Ordnungsamt auch die Berufsfeuerwehr, die Landespolizei, die Bundespolizei, die Sanitätsdienste, die KVB und Vertreter der Willi-Ostermann-Gesellschaft, dem Veranstalter für die Feier auf dem Heumarkt, ständig vertreten. Durch die direkten Kommunikationswege zwischen den Teilnehmern sollen die Verantwortlichen bei Zwischenfällen sehr schnell reagieren und in enger Zusammenarbeit handeln können.

Zum Sessionsstart sind 112 Außen- und elf Innendienstkräfte des Ordnungsdienstes und 20 Verkehrsüberwachungskräfte des Verkehrsdienstes im Einsatz. Auch werden neun Mitarbeiter der Gewerbeabteilung die Einhaltung des Flaschenverkaufsverbots in der Altstadt und im Zülpicher Viertel kontrollieren. Zusätzlich sind Sicherheitskräfte privater Sicherheitsunternehmen von der Stadt mit der Sicherung von Straßensperren und der Überwachung des Glasverbots in der Altstadt und im Zülpicher Viertel beauftragt. Der Ordnungsdienst wird von morgens bis in die Nacht insbesondere in der Altstadt, im Zülpicher Viertel und auf den Ringen präsent sein.

Zum Schutz der Jecken ist die Polizei Köln mit rund 1000 Polizisten im Einsatz. Die Polizei bittet alle Karnevalsfreunde, bei der Kostümierung auf Gegenstände zu verzichten, die den Anschein erwecken, es könnte sich um eine echte Waffe handeln. Die neue „Anlaufstelle Dom“ von Polizei und Stadt ist heute von 14 bis 22 Uhr geöffnet. Um die Sicherheit der Feiernden zu erhöhen, hat die Stadt zudem für die Innenstadt ein Lkw-Fahrverbot verhängt. Es gilt für Lkw sowie Anhänger hinter Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 7,5 Tonnen.

Um den Jecken auch bei Einbruch der Dunkelheit ein größeres Sicherheitsgefühl zu geben, werden bestimmte Bereiche mit temporär installierten Lampen besser ausgeleuchtet. Zudem hat das Ordnungsamt eine Vielzahl an Toiletten in der Altstadt, in der Domumgebung und im Zülpicher Viertel aufstellen lassen, um das Wildurinieren einzudämmen. Wie bereits in der vergangenen Karnevalssession, wird der Rathenauplatz in der Südstadt abgesperrt, um den darauf befindlichen Spielplatz und die Grünanlage zu schützen. An einigen Stellen in der Altstadt und im Zülpicher Viertel werden vorübergehend Haltverbotszonen eingerichtet. Diese Flächen werden benötigt, um dort Unfallhilfestellen für die Rettungsdienste und mobile Toiletten einzurichten oder Einsatzfahrzeuge der Ordnungsbehörden abstellen zu können.

Wie schon in den vergangenen Jahren, setzt die Stadt auch diesmal wieder auf das bewährte Konzept „Mehr Spaß ohne Glas“. Damit soll erreicht werden, dass die Jecken die Eröffnung der Karnevalssession im Freien möglichst gefahrlos feiern können. Das Glasverbot gilt in der Altstadt und im Zülpicher Viertel von heute, 8 Uhr, bismorgen, 8 Uhr. Bei der Kontrolle der Zonen wird der Ordnungsdienst wieder durch Kräfte eines privaten Bewachungsunternehmens unterstützt, die an den Zugängen die Feiernden auf das Glasverbot hinweisen. An den Kontrollpunkten werden die bewährten und mittlerweile akzeptierten Plastikbecher vorgehalten, in die Getränke aus mitgebrachten Flaschen oder anderen Glasbehältnissen umgefüllt werden können. Für die Entsorgung von mitgeführtem Glas stehen ausreichend Container zur Verfügung. Wer Glas dabei hat, wird aufgefordert, es zu entsorgen.

Die Stadtbahnen fahren heute nach dem üblichen Fahrplan. Es stehen jedoch zusätzliche Bahnen bereit, um bei Bedarf flexibel eingesetzt werden zu können. Zur Erhöhung der Kapazitäten auf der Ring- und der Ost-West-Strecke werden zwischen 12 und 2 Uhr zwischen Ubierring und Wilhelm-Sollmann-Straße Taktverdichtungen eingeplant, ebenso zwischen 8 und 2 Uhr zwischen Junkersdorf und Brück-Mauspfad.

Bei einer Überfüllung von Heumarkt oder Alter Markt werden Polizei oder Stadt aus Sicherheitsgründen gegebenenfalls die Haltestellen „Rathaus“ (U-Bahn, Linie 5) und „Heumarkt“ (oberirdisch, Linien 1, 7 und 9) zeitweise sperren. Jecken mit dem Ziel Alt-stadt werden gebeten, die Haltestellen Dom/Hauptbahnhof, Neumarkt oder Köln-Messe/Deutz zu nutzen. Die Zülpicher Straße wird zwischen Moselstraße/Dasselstraße und Hohenstaufenring für den Straßenverkehr ab dem Vormittag voll gesperrt. Dann fahren die Stadtbahnen der Linie 9 ab „Neumarkt“ bis zur Haltestelle „Aachener Straße/Gürtel“ auf dem Weg der Linien 1 und 7, dann weiter auf der Strecke der Linie 13 bis zur Haltestelle „Zülpicher Straße/Gürtel“.

Da die Jecken erfahrungsgemäß auch auf der Augustinerstraße mit Ziel Alter Markt/Heumarkt frühzeitig unterwegs sind und der Veranstalter dort eine Lenkung der Besucherströme vorsehen muss, werden die Deutzer Brücke stadteinwärts sowie die Markmannsgasse und die Augustinerstraße ab 6 Uhr gesperrt. Die Sperrungen werden voraussichtlich ab etwa 22 Uhr wieder zurückgebaut. Fußgängern mit dem Ziel Altstadt wird empfohlen, statt der Deutzer Brücke die Hohenzollernbrücke zu nutzen.