Burscheid: Keine schnelle Lösung für Gehweg

Burscheid: Keine schnelle Lösung für Gehweg

Sicherer Fußweg nach Paffenlöh scheitert erstmal an der Befugnis.

Burscheid. Es war der Tagesordnungspunkt mit dem größten öffentlichen Interesse: Als der Stadtentwicklungsausschuss den BfB-Antrag beriet, zwischen dem Neubaugebiet in Herkensiefen und der K 2 einen Gehweg nach Paffenlöh zu errichten, verfolgten viele Anwohner die Diskussion von den Zuschauerplätzen.

Immerhin war der Antrag von einer umfangreichen Unterschriftenliste unterstützt worden. Aber eine klare Perspektive konnten sie nicht mit nach Hause nehmen. Klar ist zwar, dass Politik und Verwaltung unisono Handlungsbedarf anerkennen und einen Gehweg an dieser Stelle befürworten. „Aber das ist nicht unsere Straße und die Grundstücke sind nicht unser Eigentum“, wies Bürgermeister Stefan Caplan die Hoffnung des BfB-Fraktionsvorsitzenden Michael Baggeler auf eine „provisorische Lösung“ zurück. Stattdessen will die Stadt mit Nachdruck beim Straßenbaulastträger, dem Landesbetrieb Straßen NRW, auf eine Lösung drängen — allerdings mit wenig Hoffnung auf kurzfristigen Erfolg.

Bürgermeister Stefan Caplan

Dabei droht im Zuge der Einbahnstraßenregelung während der Sanierung der B 51 in Hilgen eine Zunahme des Verkehrs, auch wenn die offizielle Umleitung über die K 2 weiter bis nach Nagelsbaum führt. Dennoch werden wie schon während der Kanalbauphase viele Ortskundige lieber den Weg über das Luisental wählen. Im Zuge der Erschließung des Neubaugebiets war zwar der Fußweg über das Luisental ins Stadtzentrum verbessert worden. Aber viele Kinder müssen, um mit dem Bus zur Schule zu kommen, auch zu Fuß zur K 2 gehen.

Kurze Irritation gab es im Ausschuss, als Gert Weber (FDP) darauf verwies, dass die Stadt doch zuständig sei, wenn es nur um einen Geh- und nicht um einen Radgehweg gehe. Aber die Verwaltung winkte ab: Das gelte nur im Ortskern, aber nicht in den Randlagen.

Jetzt soll das Thema beim schon anberaumten Gespräch zwischen Stadt und Landesbetrieb Straßen am Mittwoch, 27. Januar, auf die Tagesordnung. Dann wird auch eine Sanierung der L 359 insgesamt angemahnt werden.

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