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Kaum Vorfälle und Festnahmen bei Altweiberumzügen

Kaum Vorfälle und Festnahmen bei Altweiberumzügen

Die Veranstaltungen in Odenthal und Kürten sind aus Sicht der Polizei friedlich verlaufen. Eine Beamtin verletzt.

Odenthal/Kürten. Die Altweiberzüge in Odenthal und Kürten sind weitgehend friedlich verlaufen. Trotzdem kam bei beiden Veranstaltungen zu einigen Festnahmen und Platzverweisen gegenüber Alkoholisierten. Die Polizei zieht aber insgesamt eine positive Bilanz.

Sowohl in Odenthal als auch in Kürten spricht die Polizei in erster Linie von „fröhlicher Karnevalsstimmung“ bei „strahlendem Sonnenschein“.

Einsatzleiter Andreas Weilermann war schon am frühen Nachmittag in Bechen sehr zufrieden. Das gute Wetter hatte deutlich mehr Besucher an den Zugweg gelockt als im vergangenen Jahr. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen versammelten sich traditionell vor dem Raiffeisenmarkt. Jedoch habe dort nach Einschätzung der Polizei eine deutlich entspanntere Stimmung geherrscht als in den vergangenen Jahren. Bis zum Abend habe es lediglich eine Festnahme (2017: 1) und einen Platzverweis (2017: 4) gegeben. Eine Strafanzeige sei nach einer Körperverletzung geschrieben worden, dazu kamen drei Anzeigen, gegen Menschen, bei denen Rauschgift gefunden worden war.

In Odenthal-Voiswinkel versammelten sich circa 900 Jugendliche und junge Erwachsene auf der St. Engelbert Straße im Bereich der Grundschule und hatten laut Polizei „augenscheinlich kaum Interesse für den Umzug“. Eine Vielzahl der Personen sei „erkennbar deutlich alkoholisiert“ gewesen, so Einsatzleiter Michael Wilhelm. Er sprach aber von einer insgesamt „weniger aggressiven Grundstimmung als im vergangenen Jahr“.

Im Laufe des Nachmittags musste die Polizei „einige Unbelehrbare mit Maßnahmen belegen“. Es gab vier Festnahmen (2017: 0) und sechs Platzverweise (2017: 9). Die Beamten schrieben zwei Strafanzeigen nach Körperverletzungen, eine Anzeige wegen eines versuchten räuberischen Diebstahls und ein Verstoß nach dem Betäubungsmittelgesetz wurde festgestellt. Ein 19-jähriger Bergisch Gladbacher fiel auf, weil er noch zwei Wochen Jugendarrest offen hatte — für ihn war damit Karneval zu Ende.

Auch eine Polizistin wurde verletzte. Kurz vor 17 Uhr hätten die Beamten erneut einen 17-jährigen Bergisch Gladbacher gesehen, der bereits gegen 15.30 Uhr einen Platzverweis erhalten hatte, so ein Bericht. Als eine Beamtin ihn angesprochen habe, habe er versucht zu flüchten und die Beamtin zu Boden geschubst. Eine Kollegin nahm die Verfolgung auf und konnte den jungen Mann kurze Zeit später mit Hilfe von Zeugen stellen. Die Beamtin und ein Unbeteiligter erlitten leichte Verletzungen. Der Junge stürzte und erlitt dabei eine Platzwunde im Gesicht. Er musste im Krankenhaus behandelt werden.