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Hoffnung auf Lärmschutz an der Autobahn

Hoffnung auf Lärmschutz an der Autobahn

Der Dürscheider Vorstoß macht das Thema wieder für die ganze Stadt aktuell.

Burscheid. Die Dürscheider sind nicht die Ersten, die in Burscheid um Lärmschutz an der A 1 kämpfen. Doch ihr Bürgerantrag mit über 200 Unterschriften holt das Thema wieder aus der Versenkung. Seitens der Stadt wurde der Antrag bereits Mitte Dezember mit einem Schreiben an die Bezirksregierung und den Landesbetrieb Straßenbau unterstützt.

Der Anspruch auf Lärmschutz leite sich aus der Erweiterung der Autobahn von vier auf sechs Spuren vor etwa 25 Jahren ab, so Mitinitiator Erhard Höppner vor dem Stadtentwicklungsausschuss. „Der Lärmpegel, der damals prognostiziert wurde, ist inzwischen um mehr als drei Dezibel überschritten.“ Bei einigen Häusern liege die Belastung mittlerweile tagsüber bei mehr als 70 und nachts über 60 Dezibel.

„Das erfüllt alle Bedingungen für die Anordnung auf nachträglichen Lärmschutz“, sagt Höppner. „Die Bezirksregierung Köln muss aus unserer Sicht Lärmschutz nachbesern.“

Bis Juni soll die auf einer schon zehn Jahre alten EU-Richtlinie basierende zweistufige Lärmkartierung für Burscheid abgeschlossen sein. Auf der Grundlage dieser Kartierung ist die Stadt dann dafür verantwortlich, in einem Lärmaktionsplan Maßnahmen zur Lärmminderung im Stadtgebiet vorzuschlagen und dabei auch Prioritäten zu nennen. Der Plan soll bis Juli 2013 vorliegen. Für die Umsetzung der Vorschläge ist wiederum der jeweilige Straßenbaulastträger zuständig.

Nach Höppners Vorstellungen sollte die Stadt auch einen Vorstoß unternehmen, um auf der A 1 ein Tempolimit aus Lärmschutzgründen durchzusetzen.