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Gut vernetzt im Kampf gegen Infektionen

Gut vernetzt im Kampf gegen Infektionen

Das Kölner Netzwerk Infektiologie, dem auch das Klinikum Leverkusen angehört, will Patienten optimal versorgen.

Leverkusen. Ob grippaler Infekt oder Blasenentzündung — das Thema Infektionen betrifft jeden einmal. Vielen ist dabei nicht bewusst, dass Infektionen weltweit zu den häufigsten Erkrankungen zählen. Antibiotikaresistenzen und neu aufflammende Epidemien wie Ebola oder Zika rücken die Infektiologie aber zunehmend in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Doch noch immer gibt es in Deutschland nicht genügend Fachleute auf diesem Gebiet, der Bedarf an Expertenwissen zur Patientenbehandlung wird dagegen immer größer. Vor diesem Hintergrund erscheint es umso wichtiger, dass vorhandene Ressourcen optimal genutzt werden und durch Kooperation synergistische Effekte entstehen können.

Im Großraum Köln existiert seit vielen Jahren eine gute und vertrauensvolle Kooperation zwischen verschiedenen Partnern im Bereich der Infektionsmedizin. Auf dieser Basis wurde nun das Kölner Netzwerk Infektiologie gegründet. Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss zwischen der Uniklinik Köln, dem Klinikum Leverkusen, dem städtischen Krankenhaus Köln-Holweide, dem Krankenhaus der Augustinerinnen, dem Krankenhaus Porz, niedergelassenen Ärzten sowie dem Gesundheitsamt der Stadt Köln.

Patienten mit Infektionskrankheiten in der Metropolregion Köln sollen durch gegenseitige Beratung und den Austausch von Fachwissen und diagnostischen Möglichkeiten optimal versorgt werden. Gleichzeitig profitieren Patienten von der Teilnahme an Studien des Netzwerks und damit dem Zugang zu innovativen Therapieansätzen. Nicht zuletzt bietet das Netzwerk regelmäßig Fortbildungen für ärztliches Personal an und verbessert auch dadurch die Patientenversorgung.

Die Zusammensetzung des Netzwerks erlaubt es, weiten Teilen der Leverkusener und Kölner Bevölkerung eine bestmögliche Behandlung von Infektionskrankheiten zukommen zu lassen. Ein vergleichbares Netzwerk gibt es derzeit in der Region nicht.