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Gesetz: Keine Eile beim Kanal-Tüv

Gesetz: Keine Eile beim Kanal-Tüv

Das neue Gesetz soll bis zur Sommerpause vorliegen. Bis dahin raten die TWB nur in Ausnahmefällen zu den privaten Kanaluntersuchungen.

Burscheid. Im Dezember kündigte die rot-grüne Landesregierung ein neues Gesetz zum sogenannten Kanal-Tüv an, seit Januar liegt der Entwurf für eine neue Rechtsverordnung vor. „Es heißt, dass die Neuregelung bis zur Sommerpause durch sein soll“, sagt Frank Grauvogel von den Technischen Werken (TWB). Bis dahin rät der Kanalexperte allen Hauseigentümern abzuwarten.

Eine einzige Ausnahme sieht Grauvogel: „Wer sein Grundstück verkaufen oder umbauen will, sollte die Untersuchung schon jetzt vornehmen lassen.“ Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus ohne ungewöhnliche Grundstücksgröße muss dabei mit Kosten von 250 bis 500 Euro gerechnet werden. „Am wirtschaftlichsten ist die TV-Inspektion.“ Andere Methoden könnten mitunter sogar Schäden anrichten. In jedem Fall bieten die TWB ihren Rat an.

Das gilt umso mehr, sollten bei der Inspektion Schäden auffallen, die behoben werden müssen. Denn während ein kleiner Riss im Kanal noch relativ kostengünstig beseitigt werden kann, sind bei Einsturzgefahr schnell vierstellige Beträge fällig.

Die bisherige Gesetzeslage schreibt eine Dichtheitsprüfung bis spätestens Ende 2015 vor. Der neue Entwurf enthält zwei Varianten, die noch diskutiert werden sollen: entweder die Verschiebung der Prüfungsfrist auf Ende 2023 oder gar das Vorschreiben einer Prüfung nur bei festgestellter Gefahrenlage.

Anders sieht das bei Häusern in Wasserschutzgebieten aus. Sie müssen nach jetzigem Stand die Prüfung schon bis Ende 2014 nachweisen. Doch davon sind in Burscheid laut Grauvogel nur rund 70 Liegenschaften im Umkreis der Sengbachtalsperre betroffen. „Und außerhalb der Wasserschutzzonen sehen wir in Burscheid keine besondere Gefahrenlage.“

Bisher haben sich nach seinen Angaben auch nur monatlich eine Handvoll Interessenten bei den TWB mit Fragen zur Dichtheitsprüfung gemeldet. „Und in den Fällen, wo sie dann vorgenomen wurde, waren immer Umbau oder Verkauf der Antrieb.“

lanuv.nrw.de