Gedeckter Tisch stillt Spielehunger

Gedeckter Tisch stillt Spielehunger

Spielenacht: Das Angebot der Kolpingjugend ist für viele der traditionelle Einstieg in die Ferienzeit.

Burscheid. So spielerisch kann das Leben sein: Zum bereits fünften Mal hatte die Burscheider Kolpingjugend für Freitagabend eine Spielenacht inklusive Übernachtungsmöglichkeit organisiert, bei der sich jungen Gesellschaftsspieler miteinander messen konnten.

Die Türen ins Reich der Gesellschaftsspiele öffneten sich um 19 Uhr. Als Ort des Geschehens diente, wie in den vergangenen Jahren auch, das katholische Pfarrheim an der Höhestraße. "Die Spielenacht hat mittlerweile schon richtigen Traditionstatus", freute sich Mara-Lena Messing vom fünfköpfigen Organisationsteam. Dafür sorgt sicherlich auch der günstige Termin, denn die Spielenacht findet jeweils am letzten Schultag vor den Oster- und Herbstferien statt.

Auch in diesem Jahr wurde wieder "gezockt", was das reichhaltige Spielesortiment hergab. Und dieses wurde auf einfache Art und Weise zusammengestellt. Frei nach dem Motto "Wer kommt, bringt etwas mit", sammelte sich ein beachtliches Spieleangebot an. So war es am Ende ein ganzer Tisch, der mit Gesellschaftsspielen aus den verschiedensten Genres gedeckt war.

"Die Auswahl ist sehr groß. Und das Spiel des Jahres haben wir eigentlich auch jedes Mal dabei", erklärte Jochen Bernhardt vom Organisationsteam. Das Spiel des Jahres 2009 heißt Dominion. Bei dem Kartenspiel geht es darum, sich sein eigenes Königreich aufzubauen.

Ein lautes Piep-Geräusch aus einem der Räume des Pfarrheims zog derweil ein paar neugierige Beobachter an, die sich noch nicht für ein Spiel entschieden hatten. Die kleine Eva war gerade dabei, den umherstehenden Personen das neue Uno Flash zu erklären. "Das ist so wie das normale Uno, nur dass es nicht der Reihe nach rumgeht, sondern das Gerät anzeigt, wer dran ist."

Dabei handelt es sich um ein Eingabegerät mit sechs Knöpfen, das als eine Art Spielleiter funktioniert. Die Spieler nehmen im Kreis darum Platz und derjenige, dessen Knopf blinkt und piept, ist an der Reihe. So ist ein spannender Spielfluss garantiert, da man nie weiß, wer wann an der Reihe ist.

Und damit niemand während der ganzen Spielerei im Pfarrheim schwächelte, sorgten die Organisatoren dafür, dass stets genug Knabbereien auf den Tischen standen und es auch an Getränken nicht mangelte. "Nachher gibt es dann noch als Mitternachtssnack Fladenbrot aus dem Backofen mit verschiedenen Aufstrichen", kündigte Conny Bernhardt an.

"Wir haben dieses Jahr 26 Teilnehmer, davon werden 15 hier übernachten", bilanzierte das Organisationsteam. Irgendwann ging dann aber auch die fünfte Spielenacht zu Ende und mit Sicherheit nahmen dabei sowohl Teilnehmer als auch Organisatoren zahlreiche Anregungen mit nach Hause, was das nächste Mal beim Spieleabend mit der Familie auf den Tisch kommen könnte.

Mehr von Westdeutsche Zeitung