Futterspenden sollen Tieren den Weg ins Heim ersparen

Futterspenden sollen Tieren den Weg ins Heim ersparen

Nahe der Ortsgrenze zwischen Burscheid und Leverkusen wird noch ein Standort gesucht.

Burscheid. Die Tafelbewegung mit ihren Lebensmittelspenden für Bedürftige hat es vorgemacht. Derzeit boomen allenthalben Futterhilfen, die finanzschwachen Tierbesitzern das Halten ihrer Lieblinge auch weiterhin ermöglichen wollen.

Für Solingen und Leichlingen ist ein entsprechender Verein gerade in der Gründungsphase. Und auch in Leverkusen und Burscheid wollen Tierfreunde für die Futterhilfe kooperieren.

Den Verein gibt es hier schon. Er wurde im Juli 2011 in Leverkusen gegründet und nennt sich „Pfote sucht Herz“. Vorsitzende ist Katharina Müller (28). Vereinszweck ist nicht nur die Futterhilfe, sondern auch die Vermittlung deutscher Tiere, deren Besitzer entweder verstorben sind oder aus gesundheitlichen Gründen die Haltung nicht mehr übernehmen können.

Auch der Burscheiderin Kirstin Rottmann (47) lag die Idee von Tierfutterspenden schon lange am Herzen. Die frühere Leiterin des Tierheims in Wermelskirchen sagt: „Kein Tier soll wegen der Bedürftigkeit des Menschen im Tierheim landen.“

Aber einen eigenen Verein nur für Burscheid aufzubauen, schien ihr zu schwierig. Also wurde die Kooperation mit „Pfote sucht Herz“ vereinbart.

Gemeinsam suchen Müller und Rottmann jetzt einen Raum oder Stellplatz für die Tierfutterausgabe. Der Standort sollte möglichst in Leverkusen nahe der Ortsgrenze zu Burscheid liegen, damit er von beiden Kommunen aus gut erreichbar ist.

Denn mit der Ausgabe wollen die beiden so bald wie möglich beginnen. „Wir werden die Tierfutterspenden erst mal 14-täglich samstags oder mittwochs verteilen“, sagt Katharina Müller. Wenn das Projekt in Leverkusen gut läuft, ist eine Zweigstelle in Burscheid angedacht.

Eine erste Firma hat bereits Futterspenden zugesagt. Aber weitere Quellen müssen erschlossen werden. Denn die Tierfreunde rechnen mit großem Andrang. Schließlich wollen sie nicht nur Hunden und Katzen, sondern allen Kleintieren helfen.