Fußball: Der schnelle Spurt zum großen Foto

Fußball: Der schnelle Spurt zum großen Foto

Am Dientstag entstand auf dem Trainingsgelände das offizielle Mannschaftsfoto von Bayer 04 Leverkusen.

Leverkusen. "Macht Platz, sonst wird es richtig eng", ruft Bayer04-Mittelfeldspieler Sascha Dum den Fotografen zu, die vor dem Eingang des Trainingsgeländes an der Bayarena warten. Er ist der letzte der Profispieler des Bundesligisten, die durch die Baustelle rund um das Stadion spurten müssen, um rechtzeitig zum alljährlichen Mannschaftsfoto vor Ort zu sein.

Viel Zeit ist nicht mehr, denn das Sonderheft des Sportmagazins Kicker soll bald in Druck gehen und das mit den Bildern aller Erst- und Zweitliga-Mannschaften.

Nur noch wenige Anweisungen des Fotografen braucht es, dann ist der Kader für die kommende Saison verewigt und das Bild als digitale Datei unterwegs zur Kicker-Redaktion. Jetzt kommt die Zeit für das gute Duzend Pressefotografen, die vor dem Eingang auf ihr Bild gewartet haben. "Wir hatten heute drei Orte für das Foto ausgesucht, darunter auch die Smidt Arena, falls es regnet", erklärt Bayer04-Sprecher Meinolf Sprink.

Dass ein Spieler zum Foto etwas zu spät komme, könne schon mal vorkommen. "Eventuell stand er im Stau oder hat beim Umziehen in der Kabine zu lange gebraucht", sagt Sprink beim Blick auf die Mannschaft, die Sascha Dum mit Applaus in ihren wohlgeordneten Reihen empfängt, wo sich vor wenigen Minuten der ebenfalls leicht verspätete Lukas Sinkiewicz noch unauffällig eingeordnen konnte.

Größere Zwischenfälle beim Mannschaftsfoto hat der neue Cheftrainer Jupp Heynckes in seiner langen Trainerkarriere noch nie erlebt: "Bei mir war das Team immer so diszipliniert, dass alle pünktlich, frisch rasiert und mit geputzten Zähnen für die Fotografen bereitstanden", sagt der Coach sein Jungs immer im Blickfeld. Ärger bekommt der diesmal zu spät Gekommene nicht. "Das regelt die Mannschaft selbst", erklärt Heynckes.

Angreifer Patrick Helmes sieht das aber nicht so dramatisch: "Da wird etwas gelästert, dann ist das auch schon vergessen." Derweil treten die Spieler in Reih und Glied für die Einzelportraits an, die später auf Autogrammkarten oder Sammelbildern zu sehen sind. "Meine Autogrammkarten habe ich alle gesammelt. Auf die Erste war ich ziemlich stolz", erinnert sich Helmes, der allerdings nie von einem Verein ein Mannschaftsposter im Zimmer hängen hatte.

www.bayer04.de

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