Fietz baut Kurzarbeit wieder ab

Fietz baut Kurzarbeit wieder ab

Kunststofffirma sieht Anzeichen für Besserung.

Burscheid. "Um jeden jungen Mitarbeiter tut es uns leid", sagt Maryo Fietz. Der Geschäftsführer der gleichnamigen Kunststofffirma im Industriegebiet hat schmerzhafte Anpassungen hinter sich. Um den Auftragseinbruch seit November 2008 aufzufangen, wurden erst die Leiharbeiter abgebaut und die befristeten Verträge nicht verlängert. Aber dann gab es auch betriebsbedingte Kündigungen. Und sie trafen vor allem die jungen Mitarbeiter, die erst kurz im Unternehmen waren.

Inzwischen ist die Belegschaft von 120 auf knapp 90 geschmolzen. "Aber wir haben jedem gesagt, wir holen ihn zurück, wenn wir wieder Fahrt aufnehmen und er noch keine Arbeit gefunden hat", sagt Fietz. Seit Januar gilt im gesamten Betrieb einschließlich der Verwaltung Kurzarbeit. Aber aktuell wird sie wieder abgebaut. "Beim Auftragseingang im Automotive-Bereich Pkw haben wir die Talsohle erreicht und durchschritten. Von niedrigem Niveau geht es wieder aufwärts."

Anders sieht es im Lkw-Bereich aus. Und auch der Maschinenbau liegt noch am Boden. "Weil er etwa drei Monate hinter der Automobilbranche hängt, hoffen wir, dass es dort nach den Sommerferien besser wird."

Aber immerhin: Die kurzfristig gestiegenen Auftragseingänge der Autofirmen haben bei Fietz dazu geführt, dass am Mittwoch erstmals seit einem halben Jahr wieder eine Nachtschicht eingeführt wurde. Und an Christi Himmelfahrt kommende Woche Donnerstag wird ebenfalls durchgearbeitet. Fietz’ Hoffnung: "Am Ende werden wir die Krise mit einem blauen Auge überstehen."

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