Brand auf dem Thomashof: Feuerwehr verhindert Katastrophe

Brand auf dem Thomashof : Feuerwehr verhindert Katastrophe

Eine Lagerhalle auf dem Thomashof ist in der Nacht zu gestern abgebrannt. Die ersten Burscheider Löschkräfte waren schon nach vier Minuten am Brandort. So konnte das Hauptgebäude gerettet werden.

Als um exakt 21.59 Uhr die erste Einsatzmeldung einging, galt die höchste Alarmstufe für die Burscheider Einsatzkräfte: „Feuer Bauernhof, volle Ausdehnung“, hieß es. „Wir haben bei diesem Stichwort neben der Gefahr für Menschen auch im Hinterkopf, dass Tiere betroffen sein können“, gibt Stadtbrandmeister Achim Lütz die Eindrücke bei der Anfahrt zum Einsatzort am Montagabend auf dem Thomashof wieder. Das mulmige Gefühl verstärkte sich noch: „Wir haben schon aus der Entfernung einen riesigen Feuerschein wahrgenommen.“

Schon vier Minuten später war das erste Löschfahrzeug der Burscheider Wehr am Einsatzort. Und zwar in Gruppenstärke, was ebenfalls ausschlaggebend dafür war, dass das Feuer auf dem Thomashof schnell bekämpft und eingedämmt werden konnte. Nicht verhindern konnte die Wehr zwar, dass ein hinter dem Hauptgebäude liegender, etwa 30 Quadratemter großer Schuppen für die Lagerung vollständig niederbrannte, doch Mensch und Tier kamen nicht zu Schaden - und das Hauptgebäude mit Bauerncafé und Käserei konnte weitestgehend gerettet werden. Als gestern der Brandermittler der Kripo in Bergisch Gladbach den polizeilich beschlagnahmten Brandort unter die Lupe nahm, lief der Betrieb im Bauernladen und im Restaurant bereits wieder. Einsatzleiter Achim Lütz ist sicher, dass ohne das schnelle Eintreffen der Wehr und die zeitnahen Anrufe das Ausmaß des Brandes sehr viel höher gewesen wäre. Unter anderem auch deshalb, weil ein starker Wind die Flammen angefacht hatte. Anwohner und der Fahrer des Milchlasters der Bergischen Bauernkäserei seien die ersten gewesen, die bei der Leitstelle angerufen hätten.

Wie der Thomashof  gestern gegenüber dem Bergischen Volksboten mitteilte, sei aber die Produktion der Käserei vorerst eingestellt. Nach Angabe der Feuerwehr waren Flammen auf das nur wenige Meter von dem Lagerhaus entfernte Hauptgebäude übergeschlagen. Die Außenhaut sowie Teile des Daches mussten von der Feuerwehr geöffnet und auf Brandnester kontrolliert werden. Teilweise habe es unterhalb der Außenhaut gebrannt. Ein Teil der Decke der Produktionsstätte sei eingestürzt.

Durch massiven Wassereinsatz sei der Brand in seiner weiteren Ausbreitung gestoppt und letztlich gelöscht worden. Für die Wasserversorgung seien rund 2000 Meter Schlauch verlegt worden. Hierzu musste ein Hydrant an der B 51 angezapft werden. Die Polizei geht nach den gestrigen Ermittlungen nicht von einer vorsätzlichen Brandlegung aus. Aufgrund des Schadenausmaßes sei es aber schwierig, die Ursache für das Feuer zu finden. Ein Sachverständiger werde wohl aus diesem Grund nicht eingesetzt. Möglich seien grundsätzlich in solchen Fällen ein technischer Defekt und eine Fahrlässigkeit.

Der Schaden dürfte im sechsstelligen Eurobereich liegen.

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