Fehlerfrei und schnell mit dem Rad durch den Parcours

Fehlerfrei und schnell mit dem Rad durch den Parcours

Die Viertklässler der Ernst-Moritz-Arndt-Schule absolvierten am Freitag ihr Fahrradtraining.

Burscheid. Mit null Fehlerpunkten und besonders schnell durch den Parcours — das hat Chantal Schwitalla (10) geschafft. Sie war am Freitag beim Fahrradtraining der Ernst-Moritz-Arndt-Schule das schnellste Mädchen ihrer Klasse und besonders stolz darauf. „Das ist schon etwas Besonderes. Es ist so cool, dass ich das geschafft habe“, sagt sie.

Doch es geht bei dem Fahrradparcours nicht allein darum, der oder die Schnellste zu sein. „Seit dem Jahr 2006 machen wir diese Aktion für Viertklässler unserer Schule. Vor allem die Geschicklichkeit und die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr sollen geschult werden“, sagt Barbara Hoeveler, Klassenlehrerin einer vierten Klasse.

Seit Montag haben alle Kinder der drei vierten Klassen jeweils zwei Stunden täglich für die Wertungsfahrt geübt. „Die Entwicklung der Kinder ist dabei immer erstaunlich hoch. Noch am Montag sind ständig Klötzchen und Stangen bei den Slalomübungen umgefallen. Heute sind sie weitgehend stehen geblieben“, sagt Hoeveler. Auch bei den anderen Übungen — wie dem Schrägbrett, das einen unebenen Untergrund simuliert, oder der Kettenübung, bei der die Kinder einhändig fahren mussten — seien immense Fortschritte zu beobachten.

Die Aktion wird in rund zwei Wochen mit einer Fahrradprüfung abgeschlossen. „Ein Polizist kommt zu uns in die Schule und fährt mit den Schülern eine Runde im Straßenverkehr. Da kommt es auch mal vor, dass ein bis zwei Schüler pro Jahrgang aus der Übung genommen werden, wenn sie zu unsicher sind“, sagt Hoeveler. Die Eltern der betroffenen Kinder bekommen in diesem Fall eine Benachrichtigung. Außerdem wird die Verkehrssicherheit der Kinderfahrräder unter die Lupe genommen.

Vor der Fahrradprüfung hat die Schülerin Ezo Cetin (11) nun keine Angst mehr. „Das schaffe ich jetzt ganz bestimmt, wir haben viel geübt. Es hat wirklich Spaß gemacht und wir haben eine Menge gelernt“, sagt sie.

Sarah Leu (11) hadert noch mit ihrem Ergebnis: Es ist schade, am Freitag hatte ich beim Üben noch null Fehler, heute war ich nicht so gut.“ Das sei aber nicht schlimm, versichert ihr Vater Markus Leu. „Null Fehler bedeutet nur, dass das Kind heute sehr sicher gefahren ist. Es sollte allerdings schon ein Wettbewerb werden, deshalb erwartet die Kinder, die ohne Fehler und am schnellsten durch den Parcours gefahren sind, eine kleine Überraschung“, sagt er.

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