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Einzelhandel: Post zieht in die Lindenpassage um

Einzelhandel: Post zieht in die Lindenpassage um

Eine neue Partnerin ist gefunden. Der Übergang erfolgt nahtlos zum 1. Oktober.

Burscheid. Das Gerücht besteht schon, seit der BV im April erstmals über die Suche der Post nach einem neuen Partner berichtete. Aber erst seit Montag ist es amtlich: Die Postfiliale wird ab 1. Oktober in der Lindenpassage zu finden sein. Für den ohnehin schon besser frequentierten Einkaufsbereich der oberen Hauptstraße ist das ein Gewinn, für die siechende Kirchenkurve ein herber Verlust.

„Es wird eine Geschäftsneugründung mit Tabak-, Papier-, Büro- und Schreibwaren geben“, kündigte Post-Pressesprecher Dieter Pietruck auf BV-Anfrage an. Die neue Partnerin heiße Diana Fontana. In ihr Geschäft werde die Postfiliale dann integriert. „Wie angekündigt gibt es also einen nahtlosen Übergang.“

Ende März war der Vertrag zwischen Post und der Inhaberin von Bücher Busch zum 30. September gekündigt worden. Seither war die Post auf der Suche nach einer neuen Lösung für ihre Burscheider Filiale. Das neue Geschäft ziehe in ein bisher leer stehendes Ladenlokal in der Bürgermeister-Schmidt-Straße 6—8 ein, teilte Pietruck mit.

Die Adresse gilt auch für die von der Hauptstraße erreichbare Lindenpassage innerhalb des Kaufpark-Gebäudekomplexes. Dort stehen seit der Pleite der Drogeriekette und dem Umzug des Reisebüros an die Ecke Montanusstraße mehrere Geschäftsräume leer.

Derweil ist das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Inhaberin von Bücher Busch eröffnet worden. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Kölner Anwalt Norbert Weber. Was das für Vorbesitzer und Hauseigentümer Michael Greiner bedeutet, weiß der frühere Buchhändler selbst noch nicht: „Mein Interesse ist natürlich, dass das Ladenlokal mit dem Umzug der Post insgesamt wieder frei wird.“ Denn schon seit Monaten erhält er keine Mietzahlungen mehr.

Inzwischen hat Greiner einen Immobilienmakler mit der Suche nach einem Nachmieter beauftragt und hofft, dass das Insolvenzverfahren der vorzeitigen Vertragsauflösung, wie auch von der Inhaberin gewünscht, nicht im Wege steht. Der offizielle Pachtvertrag endet erst Mitte 2014. In vollem Gange ist jedenfalls schon der Ausverkauf — 126 Jahre nach der Gründung von Bücher Busch.