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Ehemalige Praktikantin übernimmt die Burscheider Schützenburg

Gastronomie : Ehemalige Praktikantin übernimmt die Burscheider Schützenburg

Alicia Roser Wiendl wird Geschäftsführerin. Sie leitet den Betrieb zusammen mit Küchenchef Rudolf Meder.

Mit 14 Jahren hat Alicia Roser Wiendl ihr erstes Praktikum im Hotel & Restaurant Schützenburg gemacht – jetzt, mit 27 Jahren, wird die Hotelfachfrau dort Geschäftsführerin. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Rudolf Meder übernimmt sie den Traditionsbetrieb an der Hauptstraße. Der ebenfalls 27-Jährige ist gelernter Koch und wird Küchenchef des Hauses.

Die beiden Burscheider wollen dem Haus wieder „Leben und Herzlichkeit einhauchen“, wie die Tochter des Burscheider Stuckateurs Udo Wiendl es formuliert. „Alle kennen das Haus ja von klein auf.“ Der überraschende Wechsel keine drei Jahre nach der Übernahme durch den Vorgänger habe einen familiären Hintergrund, erläutert Inhaberin Anke Kugelmeier. „Es muss ja weitergehen“, sagt sie. Deshalb habe sie erneut die Konzession für den Gaststättenbetrieb beantragt. Sie werde aber nur im Hintergrund tätig bleiben. Das Haus werde ab dem 1. März die Handschrift der beiden jungen Burscheider tragen. „Das ist eine gute Lösung“, sagt sie.

Alicia Roser Wiendl war in leitender Position im Lindner-Hotel in Köln tätig, verantwortete dort mit einer Kollegin den Bereich Service. Rudolf Meder lernte sein Handwerk genau in dem Haus, in dem er jetzt Küchenchef wird. Danach führte ihn der berufliche Weg über Sylt wieder zurück in heimische Gefilde. Er war auf Gut Landscheid tätig und im Landhotel May-Hof in Leverkusen.

Ziel der künftigen Betreiber des größten Hotels vor Ort ist, die Schützenburg wieder mit Leben zu füllen. Die Küchenzeiten sollen ausgeweitet werden, nachmittags soll es wieder Kaffee und Kuchen und Waffeln geben.

Die kulinarische Palette soll von leichtem Essen (unter anderem für den Mittagstisch) bis hin zu Wildgerichten ausgeweitet werden. Und ab April sollen Terrasse und Bistro ein Anziehungspunkt für Radfahrer auf der Trasse und Ausflugsgäste werden. Zudem wolle man die beiden Bundeskegelbahnen wieder stärker in der Öffentlichkeit bekannt machen.