Drei Burscheider für ihr soziales Engagement geehrt

Drei Burscheider für ihr soziales Engagement geehrt

Landrat Stephan Santelmann hat am Abend Ehrennadeln an Barbara Schaaf, Inge Hiller und Gottfried Busch verliehen.

Burscheid. Mit der Ehrennadel sind gestern Abend drei Burscheider Bürger im Kreishaus in Bergisch Gladbach von Landrat Stephan Santelmann geehrt worden. Insgesamt wurden 18 Bürger aus dem Kreis ausgezeichnet. Alle bekommen die Nadel für ihr besonderes Engagement im sozialen und kulturellen Bereich. Sie ist eine Anerkennung für diejenigen, die sich sonst lieber hinter den Kulissen für die Allgemeinheit engagieren. Vorgeschlagen wurden sie von Vereinen, für die sie tätig sind oder von Bürgern, die das Engagement auszeichnungswürdig finden.

Foto: Sarx/Siewert (2)

Zu den Geehrten gehören auch Gottfried Busch und Inge Hiller. Gottfried Busch und Inge Hiller engagierten sich gemeinsam viele Jahre für schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige. „Seit beide im Jahr 1999 das Ökumenische Hospiz, Hausbetreuungsdienst Burscheid (ÖHHB) gegründet haben, kümmern sie sich liebevoll um die Bewohnerinnen und Bewohner und begleiten diese in ihrer letzten Lebensphase“, berichtete Landrat Stephan Santelmann. Gottfried Busch und Inge Hiller stünden auch den Mitarbeitern der Einrichtung mit Rat und Tat zur Seite. 2005 wurde das ÖHHB in einen Verein umgewandelt. Busch begleitete die ehrenamtlichen Helfer in den Bereichen Seelsorge und gab Kurse zur Berufsbefähigung. Santelmann: „Er sorgt durch Fachvorträge zum Thema Hospiz dafür, dass das Thema Sterben und Tod in der Gesellschaft kein Tabuthema ist — und der Verein als stetiger Ansprechpartner in der Öffentlichkeit fungiert.“ Die gemeinsame Arbeit der beiden Burscheider habe dem Verein Stabilität gegeben und hohe Anerkennung erlangt. Als Palliativärztin bildete Inge Hiller ehrenamtliche Helfer des Hospizes aus. Zudem ist Gottfried Busch als Seelsorger im Altenzentrum aktiv und engagiert sich zusammen mit Inge Hiller im Kuratorium Luchtenberg-Richartz-Hauses. Weiterhin wirkt sie in der Ethikkommission der Rheinischen Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk mit. Santelmann sprach von einem enormen ehrenamtlichen Einsatz, der die beiden zu verdienten Bürgern des Kreises mache.

Foto: Sarx/Siewert (2)

Auch Barbara Schaaf erhielt am Abend die Ehrennadel. Sie widmet sich in der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius der Betreuung älterer Bürger. Santelmann: „Und dabei ist ihr Jeder willkommen — unabhängig von Religion oder Herkunft.“ Seit 2003 leitet sie den Seniorenkreis Liebfrauen Hilgen. Sie organisiert Kaffee und Kuchen für Montagnachmittags, dazu ein abwechslungsreiches Programm mit viel Wissenswertem, aktuellen Themen sowie Spiel und Spaß. Auf ihre Initiative hin entstand vor zehn Jahren der Seniorenmittagstisch. Dort wird nicht nur gegessen und getrunken, sondern es werden auch Menschen zusammengeführt, die sonst alleine zu Hause säßen. Da viele Gäste nicht mehr so mobil sind, kümmert sich Babara Schaaf auch um den Fahrdienst für den Hin- und Rückweg. Damit auch für die körperliche Fitness im Alter einiges getan wird, bietet sie dienstags die sogenannte „Hockergymnastik-Stunde“ an. Und jahrelang organisierte Barbara Schaaf den „Urlaub ohne Koffer“, bei dem die Senioren einen Tagesausflug in die nähere Umgebung machten. „Frau Schaaf gelang es immer hervorragend, Helferinnen und Helfer für ihre Arbeit mit den Seniorinnen und Senioren zu gewinnen, aber vor allem für die Arbeit mit älteren Menschen zu begeistern“, erklärte der Landrat. „Sie vermittelt den Senioren im Kreis Freude, Dankbarkeit und das Lebensgefühl, auch im Alter noch viel unternehmen zu können und aktiv zu sein.“ hmn/Red